10:24 BAUBRANCHE

Thun entwickelt Vision für die Entwicklung seiner Quartiere

Teaserbild-Quelle: Daniel Reust - Eigenes Werk, wikimedia CC BY-SA 4.0

Thun will sein Potenzial als Stadt der kurzen Wege in Zukunft besser nutzen, vor allem in den Quartieren. Mit einem neuen Masterplan liegt ein Leitfaden vor, der aufzeigt, wie sich die 13 Quartiere nachhaltig und attraktiv weiterentwickeln sollen.

Blick auf die Stadt Thun

Quelle: Daniel Reust - Eigenes Werk, wikimedia CC BY-SA 4.0

Die Stadt Thun hat einen Masterplan als Leitplan für die Entwicklung ihrer Quartiere entwickelt.

Das Strategiepapier wurde seit 2023 in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, Fachpersonen und der Verwaltung erarbeitet, wie die Stadtbehörden am Freitag mitteilten.

Der Masterplan entwirft ein Zukunftsbild, das Thun als polyzentrische Stadt mit kurzen Wegen und lebendigen Quartierzentren beschreibt. In diese bündeln sich Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote sowie Infrastruktur. Diese Quartier- und Nebenzentren sollen den sozialen Zusammenhalt und die Identität vor Ort stärken.

Für die Thuner Innenstadt besteht bereits ein solcher Leitfaden, der sich «Reiseführer Thuner Innenstadt nennt». Herzstück des Masterplans für die Quartiere sind 30 Massnahmen, die kurz-, mittel- oder längerfristig umgesetzt werden sollen.

Zehn prioritäre Massnahmen

Zehn Massnahmen gelten als besonders wichtig, sie zielen darauf ab, Strassen- und Aufenthaltsräume aufzuwerten, umweltfreundliche Mobilitätsangebote zu etablieren und Schul-, Kirchen- und Freiräume flexibler und gemeinsam zu nutzen. Auch die lokale Quartierarbeit soll gestärkt werden.

Erste Massnahmen sind bereits angelaufen. So wurden beispielsweise das Lauenenpärkli sowie der Vorplatz des Quartierzentrums Lerchenfeld durch ergänzende Bepflanzungen aufgewertet, um auch an heissen Tagen attraktive Erholungsinseln direkt im Wohnumfeld zu bieten.

Die Umsetzung des Masterplans versteht die Stadt als Gemeinschaftsaufgabe. Während die Verwaltung bei den meisten Projekten die Federführung übernimmt, erfolgt die Realisierung in enger Kooperation mit lokalen Quartierorganisationen, weiteren Akteuren und der Thuner Bevölkerung.

Durchschnittsalter höher

Bei der Entwicklung wird die Stadt unter anderem auch die demografischen Entwicklungen im Auge behalten müssen. In Thun zeigt sich im Vergleich mit anderen Städten wie Basel, Aarau oder Bern, dass die Gruppe der 25-50-Jährigen Personen kleiner ist.

Hingegen ist die Gruppe der 50-90-Jährigen im Städtevergleich überrepräsentiert. Das Durchschnittsalter der Thuner Bevölkerung liegt etwa zwei Jahre über dem schweizerischen Mittel, wie aus einem Anhang zum Masterplan hervorgeht. (sda/pb)

Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Albanese Baumaterialien AG

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Reports

construction-report

Die neuen Baublatt Reports

Neben dem Report Baublatt Project Categories (ehem. Baublatt Analyse), bieten wir ab sofort zwei weitere brandneue Reports als Zusatz. Erfahren Sie hier was Baublatt Top Players und Baublatt Regional Projects zu bieten haben – wie gewohnt digital, prägnant und graphisch auf den Punkt gebracht.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.