Implenia: Mehr Gewinn, viel mehr Dividende
Implenia hat 2025 trotz etwas weniger Umsatz operativ mehr verdient. Das merken auch die Aktionäre denn der Baukonzern erhöht die Dividende markant.
Quelle: Implenia, Wikimedia Commons
Der Baukonzern Implenia beschenkt seine Aktionäre mit einer markanten Erhöhung der Dividende.
Die Jahreszahlen des Baukonzern Implenia sind positiv: Der Umsatz sank 2025 zwar um 2,4 Prozent auf 3,47 Milliarden Franken. Dabei drückte der starke Franken leicht aufs Resultat. Währungsbereinigt wäre der Umsatz lediglich um 1,8 Prozent geschrumpft.
Noch besser sieht es bei der Profitabilität aus: Der Betriebsgewinn EBIT stieg um 7,6 Prozent auf 140,5 Millionen Franken. Die Betriebsgewinnmarge kletterte auf 4,0 Prozent nach 3,7 Prozent im Vorjahr. Damit ist Implenia eine Punktlandung geglückt: Der Baukonzern hatte einen EBIT von 140 Millionen als Ziel ausgegeben.
Unter dem Strich sank der Reingewinn allerdings um 9,3 Prozent auf 84,7 Millionen Franken, dies wegen höherer Finanzierungskosten und Steuern. Der Rückgang war erwartet worden. Ohne die einmaligen Steuereffekte im Vorjahr wäre der Konzerngewinn 2025 gestiegen. Zudem hat Implenia die Eigenkapitalquote von 21,2 auf 23,5 Prozent erhöht.
Quelle: Trafikverket
Implenia-Auftrag bei Projekt East Link in Schweden: Fürs neue Geschäftsjahr hat man die Latte noch einmal höher gelegt.
Kräftige Dividendenerhöhung
Freuen dürfen sich die Aktionäre des Baukonzerns: Implenia will eine Dividende von 1,40 Franken je Aktie bezahlen. Das sind 0,50 Franken mehr als im Vorjahr. Damit ist die Dividende weit höher ausgefallen als erwartet, zumal Implenia die Prognosen der Analysten beim Umsatz und Reingewinn verfehlt, beim leicht EBIT etwas übertroffen.
Für das neue Geschäftsjahr legt Implenia die Latte höher. Der EBIT soll auf rund 150 Millionen Franken steigen. Dies allerdings vor ausserordentlichen Wachstumsinvestitionen von 10 bis 20 Millionen Franken. So will der Konzern Kompetenzen und Expertise für die weitere Differenzierung und Spezialisierung in den drei Divisionen aufbauen, wie es hiess.
Denn die Grundlage für künftiges Geschäft ist deutlich grösser geworden. So ist der Auftragsbestand im vergangenen Jahr um ein Viertel auf 8,47 Milliarden Franken gestiegen. Zudem sind die neuen Aufträge profitabler: Die vorkalkulierte Projektmarge des Auftragsbestands habe sich verbessert, schrieb Implenia. Deshalb erwartet der Konzern ab 2027 einen weiteren Anstieg des EBIT. (SDA/bk)