07:01 BAUBRANCHE

Holzbau im Fokus: Die Branche blickt in die Zukunft

Geschrieben von: Katharina Wyss
Teaserbild-Quelle: Renggli AG, Schötz

Am 24. Holzbauforum von Gebäudequalität Schweiz haben rund 460 Teilnehmer in Baden Referate am Puls der Zeit verfolgt. Von den Auswirkungen der US-Zollpolitik über Verdichtung, Netto Null und Brandschutz führte die Tour d'horizon hin zu Beispielen aus der Praxis.

Bürotrakt der Pilatuswerke am Standort in Stans NW

Quelle: Renggli AG, Schötz

Im Block Digitalisierung sprach Nat Baumann von Renggli Holzbau über Building-Information-Modelling (BIM). Bei der Planung dieses neuen Bürotrakts der Pilatuswerke am Standort in Stans NW kam ein solches digitales Planungstool zum Einsatz.

Die Konferenz des Verbands Gebäudequalität Schweiz (VGQ) hat sich als fixer Treffpunkt der Holzbau-Branche etabliert. Die handverlesenen Referentinnen und Referenten gaben auch bei der 24. Ausgabe in Baden tiefere Einblicke in die aktuellen Fokusthemen der Industrie.

Michael Schär, Präsident des VGQ und Geschäftsführer der Schaerholzbau AG in Altbüron, eröffnete gemeinsam mit Sandra Burlet, der Direktorin von Lignum Zürich, das Holzbau-Forum vor vollbesetzten Reihen in der Trafohalle in Baden. Uwe Germerott, Geschäftsführer von Forum Holzbau, präsentierte das Programm des Tages mit 23 aktuellen und wegweisenden Referaten. Diese spannten einen weiten Bogen von der Einschätzung zur Schweizer Bauwirtschaftskonjuktur bis zu konstruktiven Bauinnovationen,  Produktneuheiten und Planungsinnovationen. Den Abschluss bildete die Vorstellung dreier Projekte zur Revitalisierung und Transformation bestehender Holzbauten aus verschiedenen Epochen. 

Marktplatz der Holzbauindustrie

Jan-Egbert Sturm, Direktor des Konjukturforschungsinstituts KOF der ETH Zürich, startete den hochinformativen Tag mit seinem Vortrag «Die Wirtschaft der Schweiz und Europas im Spannungsfeld der USA». Demnach sorgen insbesondere die von den USA verhängten Zölle in der Branche für Unsicherheiten. Die Wirtschaft der USA hält immerhin einen Anteil von 12 Prozent am weltweiten Handelsvolumen. Nach Trumps «Liberation Day» im April 2025 stiegen die effektiven Zölle für die Schweiz auf rund 7 Prozent.

Jan-Egbert Sturm (KOF ETH) am Holzbauforum in Baden

Quelle: Katharina Wyss

Jan-Egbert Sturm vom Konjunkturforschungs-Institut KOF der ETH ging vor vollbesetzten Reihen in Baden auf die Aussichten für die Schweizer Bauwirtschaft ein.

Sturm wies auf die erheblichen strukturellen Unterschiede der europäischen und der US-amerikanischen Wirtschaft hin. Soe nehme etwa die Zahl die Beschäftigten in Europa konstant zu, weil im Gegensatz zu den USA der Dienstleistungssektor noch nicht gleichermassen ausgereizt sei. Die USA weise 20 Prozent mehr Beschäftigte alleine in der Dienstleistungsbranche auf.  Sturm prognostiziert, das sich die europäische Wirtschaftslage nach dem Konjukturknick durch Investitionen und Staatsimpulse normalisieren wird.

In der Schweiz ist gemäss Sturm die Geschäftserwartung im Baugewerbe positiv, obwohl  Architekten und Ingenieurinnen einen Rückgang von Aufträgen bemerken. Aktuell gibt es eine negative Wachstumswertschöpfung in der Schweizer Industrie, wobei die Pharmaindustire die Gesamtoptik noch positiv korrigiert. Für dieses Jahr wird neuerdings ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent vorausgesagt, für 2027 sind es immerhin 1,5 Prozent.

Die Zehn-Millionen-Schweiz

Corinne Heye vom Schweizer Forschungsinstitut für politische und gesellschaftliche Meinungsbefragungen, sowie sozialräumliche Analysen (Sotomo) beleuchtete in ihrem Vortrag die Entwicklung zu einer Schweiz mit zehn Millionen Einwohnerinnnen und Einwohnern. Grundlage Ihres Vortrags war ein Studienbericht im Auftrag von Urbanistica, einer Vereinigung für guten Städtebau, die im vergangenen Oktober veröffentlicht wurde. Die Studie wurde in Auftrag gegeben, um mögliche Potenziale der Innenverdichtung zu eruieren.

Die Studie teilte die Schweiz in urbane Zentren verschiedener Grösse sowie in Regional- und Tourismuszentren ein. Auf Basis des Kriteriums der Erreichbarkeit haben Städte und stadtnahe Gemeinden das grösste Nachverdichtungspotenzial. Mittlere Städte wie Luzern oder Zug verfügen gemäss den Studienautorinnen und Autoren bereits über die dafür notwendige Infrastruktur. Von den kleineren Gemeinden rückte Schwerzenbach im Zürcher Oberland in den Fokus der Forscher. Gemessen an der hohen ÖV-Zentralität ist die Gemeinde relativ dünn besiedelt.

Kreisdiagramm zu Verdichtung am Beispiel von Opfikon

Quelle: Sotomo

Dieses Kreisdiagramm aus der Studie «Potenziale für nachhaltige Innenentwicklung» zeigt Stärken und Potenziale für die Nachverdichtung von Gemeinden auf, hier am Beispiel von Opfikon ZH.

Gesamtschweizerisch weisen laut der Studie rund 20 Prozent der Siedlungsflächen ein substanzielles Potenzial für Nachverdichtung auf. Entscheidend sei hierfür die qualitätsvolle Verdichtung. Die Studie definiert klare Grundsätze für lebendige Quartiere: kompakte Baukörper, eine konsequente Durchgrünung, fussläufige Erschliessung, ausreichende Nahversorgung und Ruhezonen sowie das Ideal der «10-Minuten-Stadt». Ein Schlüssel von 2:1 zwischen Bevölkerung und Beschäftigten eines Nachbarschaftquartiers sei dabei wünschenswert.

In den schnell gewachsenen Agglomerationsgemeinden seien diese notwendigen Qualitäten der Innenentwicklung vielerorts vergessen worden. Durch einen verbessertem Zugang zu Erholungsräumen soll die Skepsis vieler Schweizer, die sich vor allem an ländlich-dörflichen Identitäten orientieren, in Zukunft abgebaut werden.

Die anschliessende Diskussion legte die Schwachstellen des aktuellen Raumplanungsgesetzes und seiner Implementierung offen. Neue Regulierungen der Bauämter sowie Einsprachen aus der Bevölkerung lassen den Bauprozess schnell teuer werden. Bauprojekte scheitern mittlerweile teilweise an der Finanzierung, da Banken Baukredite restriktiver vergeben.

Netto Null in der Holzwirtschaft

Das Temperaturmittel der Schweiz ist im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits um drei Grad gestiegen. Aus diesem Grund sind das in der Volksabstimmung vom 18. Juni 2023 angenommene Klima- und Innovationsgesetz KIG sowie die Klimaschutzverordnung per 1. Januar 2025 in Kraft getreten.

Urs Luginbühl vom Verein Senke Schweizer Holz (SSH) analysierte in seinem Vortrag die Emissionen von Kohlenstoffdioxid in der Holzwirtschaft. Bis 2050 möchte die Schweiz ihre CO₂-Emissionen auf Netto Null bringen. Das heisst: Spätestens dann dürfen nur noch so viele Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, wie durch natürliche oder technische Speicher aufgenommen werden. Gesamtschweizerisch wurde das grösste Einsparungspotenzial beim Verkehr, der Gebäudebeheizung sowie in der Industrie erhoben. Während Emissionen in der Zementproduktion, der Landwirtschaft sowie in der Abfallwirtschaft als unvermeidbar eingestuft werden, müssen Holzbaubetriebe ihre Emissionen komplett eliminieren.

Faktenblatt Langfristige Klimastrategie der Schweiz

Quelle: Bundesamt für Umwelt

Urs Luginbühl stellte die Strategie der Dekarbonisierung für die Wald- und Holzwirtschaft vor. Die Strategie der Schweiz ist es, bis 2050 Netto Null zu erreichen.

In der Umsetzung wurden drei Zielsetzungen dafür festgesetzt: In der Zielsetzung «Scope 1» soll der Ausstoss fossiler Brennstoffe und Treibstoffe auf null reduziert werden. Im «Scope 2» sollen zugekaufte Emissionen, wie sie beispielsweise durch den Stromverbrauch eines Unternehmens entstehen, gesenkt werden. Im «Scope 3» sind indirekte Emissionen aus der Herstellung und dem Transport von eingekauften Rohstoffen zu vermeiden. Erste Staaten in der EU machen den Nachweis der grauen Energie bereits zu einem Kriterium des Baubewilligungsverfahrens. Die MuKEN, also die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich, sehen das auch so vor. 

Der Verein SSH hat deswegen vorausschauend das Projekt «Wald Holz Netto Null» initiiert. Darin werden entlang der Wertschöpfungskette Emissionen analysiert, um die grössten Hebel zur Reduktion ausfindig zu machen. Die Branche soll sich dadurch als Vorreiter in der Minderung von Emissionen und dem Aufbau von Negativemissionen etablieren. Gerade die Nutzung von Altholz und Restholz sowie dessen Verarbeitung zu Pflanzenkohle bietet neue Möglichkeiten. Pflanzenkohle gilt als CO₂-Speicher, wenn sie langfristig in den Boden eingebracht wird.

Einsparung mit einfachen Massnahmen

Ausserdem verursacht beispielsweise die Rundholzernte viel weniger Emissionen als der Transport zum Sägewerk. Bei letzterem liessen sich einige Emissionen durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen vermeiden. Ein weiterer Hebel ist die Eigennutzung von Strom. In der Holzindustrie werden Heizungen und Trocknungsanlagen meist mit Holzenergie betrieben. Und dies, obwohl an den Standorten der Schweizer Sägewerke durch Photovoltaik-Anlagen mehr Strom produziert als verbraucht wird. 

Bessere Batteriespeicher könnten zusätzlich die Wirtschaftlichkeit der hauseigenen Anlagen deutlich erhöhen. Zudem forderte Luginbühl Planer auf, verstärkt auf die Materialwahl sowie die Ausformung der Baukörper zu achten. Die Gebäudeemissionen verringern sich, wenn Bauten kompakt gestaltet werden und ohne Untergeschosse im Grundwasser auskommen.

Emissionen und Kosten senken

Dass CO₂-Einsparungen auch im KMU-Bereich mit einfachen Massnahmen machbar sind, zeigten Pirmin Fischbacher (Sägewerk Innoholz AG, Gähwil) und Res Näf (Leimholzwerk Necker Holz AG, Brunnanden) in ihren Praxisberichten auf.

Fischbacher schilderte, dass der seit 2012 im Einsatz stehende Elektrostapler in seinem Betrieb bereits erhebliche Emissions- und Kosteneinsparungen ermöglicht habe – letztere auch angesichts des derzeit sehr hohen Mineralölpreises. Neben Elektrofahrzeugen sei das Unternehmen auch auf Klimaschutzdiesel aus HVO (Hydrotreated vegetable Oil) als sythetischen Dieselkraftstoff aus biogenen Rest- und Abfallstoffen umgestiegen. Dieser verbrennt nahezu klimaneutral und reduziert den CO₂-Ausstoss im Vergleich zum fossilen Diesel bis zu 90 Prozent. Die Fahrten der Dieselfahrzeuge des Betriebs würden gebündelt, um eine möglichst hohe Auslastung zu garantieren.

Das Sägewerk Innoholz setzt seit Mai auf ein neues Holztrocknungssystem aus Schweden, das eine Stromersparnis von 20 bis 40 Prozent verspricht. Bisher schon beziehe der Betrieb grösstenteils aus Wasserkraft produzierten Strom von einem örtlichen Netzbetreiber. Fischbacher sieht die Zukunft im Solarstrom durch die lokale Elektrizitätsgesellschaft und einem Speicher vor Ort.

Im Leimholzwerk Necker Holz AG entstünden zwei Drittel der Emissionen aus der Vorkette, durch den Einkauf von Schnittholz, Klebstoffen und Verpackungsmaterialien. Durch Elektrofahrzeuge und die Optimierung der Lieferketten habe der Betrieb den Treibstoffverbrauch um 93 Prozent gesenkt, berichtete Näf. In Summe würden dadurch um 55 Prozent weniger Treibhausgase ausgestossen. Die beiden Unternehmer betonten regionales Denken und die Zusammenarbeit der Betriebe entlang der Wertschöpfungskette als Erfolgsfaktoren, um das Ziel von Netto Null zu erreichen.

Vorteile für Sprinkleranlagen

Reinhard Wiederkehr, Partner des bekannten Schweizer Ingenieurbüros für Holzbau und Brandschutz Makiol Wiederkehr AG, stellte in seinem Vortrag das bauliche Konzept des Brandschutzes dem Löschanlagenkonzept mit Sprinklern entgegen. Seine Ausführungen waren ein klares Plädoyer für Sprinkleranlagen – und damit ein Plädoyer für grossformatige, mehrgeschosse Holzbauten, die damit kostengünstig erbaubar sind.

In den Standardkonzepten der Brandschutzvorschriften wird der Brandschutz primär durch passive, bauliche Massnahmen erreicht, beispielsweise durch eine Überhöhung der Holzquerschnitte, der Nichtbrennbarkeit tragender Bauteile oder der üblichen Brandschutzbekleidungen. Technische Brandschutzmassnahmen, also technische Systeme, die Brände frühzeitig erkennen, ergänzen diesen Schutz.

Campus der Berner Fachhochschule in Biel

Quelle: Studio Blomme/pool Architekten

Der neu entstehende Campus der Berner Fachhochschule in Biel in einer Visualisierung. Der Brandschutz im Neubau bekam im Vortrag von Reinhard Wiederkehr grossen Stellenwert.

Gebäude mittlerer Höhe (30 Meter) erfordern in der Regel einen Feuerwiderstand von 30 Minuten. Um dies baulich zu erreichen, könnten einerseits die Querschnitte der Holzbauteile erhöht werden. Reinhard Wiederkehr empfiehlt bei grossen Raumvolumen jedoch eher eine Sprinkleranlage, die in der Anwendung effektiver sei und gesamthaft betrachtet weniger koste. Diese Überlegung hat direkten Einfluss auf die architektonischen und volumetrischen Ausformungen für Holzbauten.

Wenn Sprinkleranlagen von Beginn der Planung weg als integraler Bestandteil des Gebäudekonzeptes mitgedacht werden, lassen sich gemäss Wiederkehr gerade bei grossvolumigen Bauten enorme Kosten sparen. Da bei Gebäuden wie Schulhäusern die Haustechnik von Anfang an komplexer gedacht- und aufgeplant werde, falle die Integration einer Sprinkleranlage bei den Kosten nicht ins Gewicht. Anstatt grossflächig auf den Standard einer doppelten Gipskartonplattenverkleidung zu setzen, empfiehlt Wiederkehr daher für grossvolumige Baukörper Sprinkleranlagen. Deren Kosten belaufen sich bei einer mittleren Anlage auf einen moderaten Quadratmeterpreis von 25 bis 30 Franken.

Brandgefahr während Bauphase

Reinhard Wiederkehr verwies auf Praxisbeispiele: etwa auf die internationale Schule in Buchs SG, deren zentrales Treppenhaus dreimal so teuer ausgefallen wäre, wenn der Erschliessungskern verglast worden wäre. Oder auf das offene Raumkonzept des Campus der Berner Fachhochschule in Biel von Pool-Architekten, die mit drei grossen Wendeltreppen die Geschosse im inneren vertikal verknüpften. Solche über mehrere Geschosse zusammenhängenden Brandabschnitte schafften ein offenes Lüftungssystem, wodurch sich so manch zusätzlicher Lüftungskanal einparen lasse.

Abschliessend warnte Wiederkehr von den Gefahren, die während des Bauprozesses entstehen können. Ein Grossbrand auf dem noch ungenutzten Campus-Neubau in Brugg-Windisch konnte sich im Jahre 2013 ausbreiten, weil die Sprinkleranlage noch nicht in Betrieb genommen worden war. Das Feuer verursachte damals einen Schaden von rund 30 Millionen Franken. Das Bundesgericht kam im nachfolgenden Gerichtsverfahren der Gebäudeversicherung gegen den Unternehmer zum Schluss, dass die Bauleitung eine Mitschuld am Schaden trägt. Für rund drei Millionen des Schadens musste das Unternehmen selbst aufkommen.

Gelungenes Weiterbauen

Adrian Sigrist von der Lauber Ingenieure AG aus Luzern berichtete von der Renovierung des Westtrakts des Klosters Menzingen. Dieser Teil des Klosters wurde durch eine Renovierung zu einem Gebäude für Wohnen und Arbeiten, mit Lift, Nasszellen und ausreichenden Steigzonen für eine spätere Umnutzung. Im sechsgeschossigen Baukörper mit angehängtem Kirchenraum vom Ende des 18 Jahrhunderts mussten das Tragwerk und das Dach verstärkt werden. Das betraf sämtliche Decken wie auch konstruktive Aussteifungen. Während der Bauphase war keine grossflächige Öffnung der Baustelle möglich, weswegen sämtliches Material für die Renovierung durch die vorhandenen Türen eingebracht werden musste. Nach und nach wurden die Decken der 600 Quadratmeter umfassenden Geschosse in Etappen abgetragen und wieder aufgebaut. Das Auftragsvolumen für den Holzbau betrug rund zwei Millionen Franken.

Renovierung des Westtrakts des Klosters Menzingen

Quelle: Lauber Ing. AG

Der Westtrakt des Klosters Menzingen wurde renoviert und in ein Gebäude zum Wohnen und Arbeiten umgewandelt. Zuerst aber musste das Tragewerk von innen saniert werden.

Das Kornhaus in Romanshorn wurde 1871 erbaut und diente viele Jahrzehnte als Umschlag- und Lagerort. Christian Giger, heute bei Abderhalden Holzbau (Wattwil) tätig, war damals als Projektbeauftragter von Blumer Lehmann zuständig für den Holzbau unter der Gesamtleitung von Implenia Schweiz. Auch bei diesem Gebäude ging es vorrangig darum, das am Bodensee gelegene Gebäude zu stabilisieren, und ein dichtes Unterdach zu schaffen. In Holzelementbauweise erstellte Blumer Lehmann im Ober- und im Dachgeschoss des Gebäudes Wohnungen und Lofts.

Verdichtung mit Holz

Stefan Beer von Beer Holzbau aus Ostermundigen präsentierte zum Abschluss ein Beispiel für die angewandte Nachverdichtung, die auch für den Holzbau ein grosses Potenzial in sich birgt. Das Gebäude der Wohnbaugenossenschaft Neuhaus in Wabern BE wird nun gekrönt durch zwei weitere, auf die unteren Geschosse gesetzten Stockwerke. Während des gesamten Umbaus konnten die Mieter in ihren Wohnungen verbleiben. 

Die Holzbauer nutzten eine Ferienpause der Bewohnerinnen und Bewohner von nur drei Wochen, um die Fassade von aussen mit einer Wärmedämmung zu ergänzen. Danach war die Ergänzung der Aussenhülle abgeschlossen, und die Mieterschaft konnte ihr von aussen neu umhülltes und aufgestocktes Zuhause beziehen.

Der Termin für die 25.  Ausgabe des VGQ-Holzbau-Forums steht bereits fest: Am 9. April 2027 ist es wieder so weit.

Geschrieben von

Freie Mitarbeiterin für das Baublatt.

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