12:07 BAUBRANCHE

Hitzeminderung: Zürcher Bürgerliche wollen Bauvorschriften abschwächen

Teaserbild-Quelle: Ricardo Gomez Angel, unsplash

Die Zürcher kantonsrätliche Kommission für Planung und Bau (KPB) hat die neuen Vorschriften für eine klimaangepasste Siedlungsentwicklung beraten. Die bürgerlichen Parteien schwächten die Möglichkeiten der Gemeinden in einzelnen Punkten ab.

Blick auf die Uraniastrasse und Bäume in der Stadt Zürich

Quelle: Ricardo Gomez Angel, unsplash

Blick auf die Uraniastrasse und auf Bäume in der Stadt Zürich.

Die KPB hat die Revision des Planungs- und Baugesetzes einstimmig verabschiedet, wie die Kommission am Donnerstag mitteilte. Eine Mehrheit der KPB will jedoch die planerischen und baulichen Massnahmen abschwächen, mit denen die Gemeinden auf den Klimawandel reagieren können. 

Umstritten waren vor allem die Regelungen zum Erhalt von Bäumen und zur Neupflanzung. Eine Kommissionsmehrheit will aus Rücksicht auf Grundeigentümer und Verwaltungen bei den bisherigen Vorschriften bleiben. Neu sollen Gemeinden aber die Möglichkeit erhalten, zonen- und gebietsweise den Erhalt und den Ersatz von Bäumen ab einem Stammumfang von 100 Zentimetern vorzuschreiben. 

Keine Unterbauungsziffer

SP, GLP, Grüne waren dafür, den Gemeinden diese Möglichkeit unabhängig vom Stammumfang zu geben, weil Bäume im Sommer kühlen und durch ihr Wurzelwerk Regenwasser aufnehmen können. In diesem Zusammenhang diskutierte die KPB auch den Vorschlag des Regierungsrates zur Einführung einer Unterbauungsziffer oder das Bauen im Untergrund mittels Grünflächenziffer. 

Ziel beider Konzepte ist es, Flächen für den Wurzelraum von Bäumen zu sichern und die Versickerung von Wasser im Boden zu ermöglichen. Die Kommissionsmehrheit entschied, lediglich eine Bestimmung zu beantragen, die auf eine möglichst geringe Versiegelung des Bodens abzielt. SP, GLP und Grüne wollten am Vorschlag des Regierungsrates festhalten. 

Grüne und GLP kritisierten am Donnerstag in separaten Mitteilungen die Abschwächung der Vorschriften. Als nächstes wird sich der Zürcher Kantonsrat mit der Vorlage befassen. Im Falle eines Referendums hätten die Stimmberechtigten das letzte Wort. (sda/mgt/pb) 

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