12:08 BAUBRANCHE

Energie: Flughafen Zürich kämpft mit steigenden Stromkosten

Teaserbild-Quelle: Philipp Dubach, Unsplash

Die Mieter des Flughafens Zürich bekommen die steigenden Kosten für die Beheizung und den Strom des Flughafens zu spüren. Rund die Hälfte vom Anstieg wird an sie in Form höherer Nebenkosten weitergegeben.

Flughafen Zürich

Quelle: Philipp Dubach, Unsplash

Warten auf den Abflug am Flughafen Zürich. (Schmuckbild)

Im ersten Halbjahr 2022 hat der Flughafen Zürich rund 17,2 Millionen Franken für Gas, Öl und Strom ausgegeben. Das sind 7,7 Millionen Franken mehr als noch in der Vorjahresperiode. Für den Anstieg seien neben den gestiegenen Preisen aber auch die zusätzlichen Immobilien im Portfolio verantwortlich gewesen, schrieb der Flughafen am Dienstag, als er die Halbjahreszahlen (siehe Box) veröffentlichte.

Insgesamt machten die Energiekosten am Flughafen von Januar bis Juni aber nur rund 7 Prozent der gesamten operativen Kosten aus. Gut die Hälfte des Anstiegs konnte zudem an die Mieter der Geschäfte, Restaurants und Hotels in Form von höheren Nebenkosten weitergegeben werden.

Der Flughafen Zürich sieht sich für den Fall einer Strom- oder Gasknappheit im Winter gerüstet: Es bestehe auch die Möglichkeit, mit Öl zu heizen und Strom zu erzeugen, heisst es. (awp/sda/mai)

 

Flughafen Zürich steigert Umsatz deutlich und schreibt Gewinn

Der Flughafen Zürich hat im ersten Halbjahr vom zunehmendem Reiseverkehr nach dem Abklingen respektive dem Ende der Reiserestriktionen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie profitiert: So reisten von Januar bis Juni wieder 9,1 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich, wie das Unternehmen heute Dienstag mitteilte.

Das sind mehr als vier Mal so viel wie noch im Vorjahr und bereits mehr als 60 Prozent des Vorkrisenniveaus vom ersten Halbjahr 2019.

Der Umsatz lag mit 458 Millionen Franken um knapp drei Viertel über dem Vorjahr. Am stärksten aufholen konnte das Fluggeschäft, wo sich die Erträge auf 206 Millionen mehr als verdreifachten. Dabei habe sich im Semesterverlauf eine deutliche Erholung gezeigt, von einem täglichen Tiefststand von rund 15'000 Passagieren im Januar auf über 80'000 Passagiere pro Tag im Juni, so der Flughafen.

Mieteinnahmen aus „The Circle“

Weiterhin mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete der Flughafen Zürich im Nicht-Fluggeschäft, in dem Kommerzerträge, Parkhäuser, Immobilien sowie die internationalen Beteiligungen zusammengefasst sind. Neben den höheren Einnahmen aus den Geschäften trugen auch zusätzliche Mieten aus „The Circle2 zum Anstieg um knapp einem Viertel auf 252 Millionen Franken bei.

Mit dem regeren Verkehr stiegen allerdings auch die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr wieder an. Allerdings liege die bereinigte Kostenbasis immer noch 11 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau, so der Flughafen. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 55 Millionen Franken, nach einem Fehlbetrag von 45 Millionen in der Vorjahresperiode. Im ersten Halbjahr 2019 war noch ein Gewinn von

143 Millionen Franken verbucht worden.

Die positiven Trends bei den Passagierzahlen und den Kommerzerträgen hätten auch im Sommer angehalten, so die Meldung. Für 2022 wird weiterhin eine Verdopplung des Passagiervolumens auf rund 20 Millionen Passagiere angestrebt, womit bereits wieder zwei Drittel des Volumens von 2019 erreicht wären.

Investitionen von rund 400 Millionen

Insgesamt will die Flughafenbetreiberin im laufenden Jahr Investitionen von rund 400 Millionen Franken tätigen. Rund die Hälfte davon fliesst ins internationale Geschäft, wo die vorbereitenden Bauarbeiten für den internationalen Flughafen für die Metropolregion Delhi in Indien im ersten Halbjahr aufgenommen wurden. Die andere Hälfte investiert das Unternehmen am Standort Zürich, unter anderem in den Ausbau einer Gepäcksortier-Anlage. (awp/sda/mai)


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