14:03 BAUBRANCHE

Dank Kies mehr Strand für Basel

Teaserbild-Quelle: Lance Asper, unsplash.com, gemeinfrei

Irgendwann wird es Sommer. Am Basler Rheinufer wirft er seine Schatten bereits voraus: Wie das Bau- und Verkehrsdepartement mitteilte, werden die Kiesbänke ab Ende Juli auf der gesamten Länge des Schaffhauserrheinwegs um zwei bis drei Meter verbreitert. Damit erhalten Sonnenanbeter und Badenixen im 2019 mehr Platz.

Verbreitets Rheinufer am Schaffhauserrheinweg. (Visualisierung)

Quelle: zvg

Verbreitets Rheinufer am Schaffhauserrheinweg. (Visualisierung)

Für die Vergrösserung der Bänke sollen bis zu 25‘000 Kubikmeter Kies verwendet werden, die im Zug der Arbeiten zur Tieferlegung der Schifffahrtsrinne im Rhein anfallen. So lässt sich das Kies, das die Schweizerischen Rheinhäfen zwischen Wettstein- und Schwarzwaldbrücke aus dem Rhein baggern, gleich vor Ort wieder verbauen.

Dafür, dass der neue zusätzliche Strand nicht wieder weg geschwemmt wird, sorgen sogenannte Buhnen oder vielmehr unter Wasser aufgeschüttetes Kies. Dadurch entstehen entlang des Ufers kleine Buchten und grüne Inselchen, die nicht nur zweibeinige Wasserratten erfreuen dürften, sondern vor allem Fisch, Libelle und Co. Die seichten Stellen dienen ihnen als Rückzugsorte, etwa zum Laichen. Zudem ist der Solitude-Promenade eine Naturschutzzone vorgesehen, wo sich etwa die Nase, die gebänderte Prachtlibelle oder das Rohrglanzgras wohl fühlen sollen.

Der definitive Baubeginn und die Dauer der Arbeiten hängen vom Pegelstand des Rheins ab. Zurzeit rechnet das Tiefbauamt damit, dass die Arbeiten bis im Frühjahr 2019 abgeschlossen sind. Gearbeitet wird etappenweise und rheinabwärts. Gebaggert wird von einem Floss aus. Das sommerliche Badevergnügen im Rhein soll laut Bau- und Verkehrsdepartement so wenig möglich beeinträchtigt werden.

Weil die Rheinhäfen das Kies kostenlos zur Verfügung stellen, fällt das Projekt rund 15 Prozent günstiger aus. Die Kosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Franken. Von den Gesamtkosten übernimmt der Bund aufgrund von Hochwasserschutzmassnahmen im Rahmen des Projekts 35 Prozent. (mai/mgt)

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