09:08 BAUBRANCHE

BFS-Statistik: Wohnfläche stagniert, Wärmepumpen nehmen zu

Teaserbild-Quelle: Philippe Leone, Unsplash

Die Wohnfläche pro Person stagniert in der Schweiz seit 2021, während sich die Heizsysteme wandeln: Wärmepumpen haben sich seit 2000 versechsfacht, wie die neue Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt.

Ende 2025 zählte die Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung sowie 4,88 Millionen Wohnungen, heisst es in einer Mitteilung des BFS von Dienstag. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person betrug dabei 46,6 Quadratmeter.

Über eine Million aller Gebäude waren Einfamilienhäuser. Mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser (55%) wurde dabei lediglich von einer oder zwei Personen belegt. Die durchschnittliche Wohnfläche einer bewohnten Wohnung lag bei 102 Quadratmetern. Insgesamt 54 Prozent aller Wohnungen verfügen über drei oder vier Zimmer.

Wohnfläche stagniert seit 2021

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person war laut BFS bis 2021 regelmässig angestiegen und stagniert seither. Nach Grossregion betrachtet lag sie in der Genferseeregion mit 42,5 Quadratmetern unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Am meisten Wohnfläche stand den Personen in der Ostschweiz (49,7 Quadratmeter) und im Tessin (49,8 Quadratmeter) zur Verfügung.

2025 betrug die durchschnittliche Grundrissfläche von Wohngebäuden 174 Quadratmeter. Bei Neubauten nehme diese seit dem Jahr 2000 laufend zu, heisst es weiter. In den letzten zehn Jahren erstellte Wohngebäude wiesen eine durchschnittliche Grundrissfläche von 231 Quadratmetern auf und boten gleichzeitig mehr Bewohnerinnen und Bewohnern Platz.

Weniger Ölheizungen und mehr Wärmepumpen

Die Hälfte der Wohngebäude in der Schweiz wurde gemäss der Erhebung 2025 mit fossilen Energieträgern – Öl und Gas – beheizt. Die wichtigste Energiequelle fürs Heizen war weiterhin Heizöl, das in 33 Prozent aller Gebäude genutzt wurde. Dieser Anteil sei im Laufe der letzten 40 Jahre jedoch konstant zurückgegangen, schreibt das BFS.

In 17 Prozent aller Gebäude war eine Gasheizung installiert, wobei dieser Anteil zwischen städtischen und ländlichen Regionen stark variierte: In städtischen Gemeinden wurden 29 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4 Prozent.

Der Anteil der Gebäude mit einer Wärmepumpe (25%) hat sich seit dem Jahr 2000 versechsfacht. Drei Viertel der in den letzten zehn Jahren erbauten Gebäude verfügten über eine Wärmepumpe. In nahezu jedem dritten Einfamilienhaus (30%) war eine solche in Betrieb. 12 Prozent der Gebäude wurden mit Holz und 7 Prozent mit Elektrizität beheizt.

Auf Ebene der Haushalte sieht die Situation laut BFS etwas anders aus: 58 Prozent der Haushalte heizten 2025 mit fossilen Energieträgern (32% Heizöl, 25% Gas), und 22 Prozent der Haushalte wohnten in einem Gebäude mit Wärmepumpe. (mgt/pb)

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