14:10 BAUBRANCHE

Bauwirtschaft Ostschweiz: Gestärkt aus der Krise

Geschrieben von: Stefan Breitenmoser (bre)
Teaserbild-Quelle: PD

Die Aussichten fürs Ostschweizer Baugewerbe sind rosig. Die Krise scheint überwunden zu sein, zeigt sich doch insbesondere der Wohnbau von seiner starken Seite. Der Traum vom Eigenheim kann in der Ostschweiz offenbar noch verwirklicht werden. Hingegen werden kaum Büros gebaut.

Dass der Ostschweizer Hochbau mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen ist, liess sich an dieser Stelle letztes Jahr schon konstatieren. Dieses Jahr darf man hinzufügen: «Und noch mehr als das». Denn auch wenn vielerorts damit gerechnet wurde, dass die Ausfälle aufgrund der Pandemie die Bauwirtschaft zeitverzögert treffen, so ist zumindest bis anhin wenig davon zu merken. Das liegt vor allem am Wohnbau, der mit Ausnahme des Appenzellerlandes überall zu neuen Höchstflügen ansetzt. Eigentum, sei es ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung, ist zurzeit überall stark gefragt. Das schlägt sich auch auf die Immobilienpreise nieder, die überdurchschnittlich gestiegen sind.

Das sind die wichtigsten Erkenntnisse aus den Zahlen zu den Baueingaben in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Schaffhausen, Glarus sowie Appenzell Inner- und Ausserrhoden, welche die Baublatt-Herausgeberin Docu Media Schweiz GmbH für die letzten zwölf Monate ermittelt hat (blau-graue Grafiken). Die geplante Hochbausumme aller sieben Kantone hat zwischen dem 1. September 2020 und dem 31. August 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,2 Prozent zugenommen. Die ausgewiesenen 7,5 Milliarden Franken entsprechen dem absoluten Höchstwert der letzten fünf Jahre, liegen sie doch gar rund drei Prozent über der sehr erfolgreichen Periode 2017 / 2018.

St. Gallen: Grossprojekte in der Pipeline

Nicht ganz so stark zu diesem guten Resultat beigetragen hat mit dem Kanton St. Gallen das Schwergewicht der Bauregion Ostschweiz. Die geplante Hochbausumme wuchs im Vorjahresvergleich lediglich um 4,0 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken. Dieses Resultat entspricht in etwa dem langjährigen Durchschnitt. Zwar sind insbesondere in der Stadt St. Gallen nun wieder diverse Grossprojekte angedacht und teils weit fortgeschritten, doch auf die diesjährigen Zahlen haben sie keinen Einfluss.

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