08:11 BAUBRANCHE

Bauregion Solothurn: Wieder Fahrt aufgenommen

Geschrieben von: Stefan Gyr (stg)
Teaserbild-Quelle: Kanton Solothurn

Die stark vom Export abhängige Solothurner Wirtschaft hat sich 2021 zu einem grossen Teil von der Corona-Krise erholt. Der Kanton rutscht wieder in die roten Zahlen. Eine Initiative zur Steuersenkung könnte zu Einnahmenausfällen von rund 300 Millionen Franken führen.

Neubau Bürgerspital Solothurn

Quelle: Kanton Solothurn

Der rund 340 Millionen Franken teure Neubau des Bürgerspitals Solothurn wurde im Frühling in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten nahmen fast sieben Jahre in Anspruch.

Die Corona-Krise hat Solothurn 2020 härter als andere Kantone getroffen. Die Wirtschaft des Kantons am Jura-Südfuss ist geprägt von der Uhrenindustrie, der Medizinal- und Präzisionstechnik – alles Branchen, die stark vom Export abhängig sind. Genauso wie die ebenfalls wichtige Zuliefererindustrie. «Das Corona-Virus hat unsere Wirtschaft in ihren Grundfesten erschüttert», sagte damals Daniel Probst, Direktor der Solothurner Handelskammer. Der stellvertretende Handelskammer-Direktor Christian Hunziker sprach von der «tiefsten Krise der Solothurner Wirtschaft seit den 70er-Jahren». Das Bruttoinlandprodukt dürfte im Kanton um 4 bis 5 Prozent zurückgegangen sein.

Doch das gemeinsam erarbeitete Wirtschaftsbarometer der Handelskammer und des kantonalen Gewerbeverbands lieferte in diesem Jahr unerwartet gute Nachrichten: Die Solothurner Wirtschaft konnte wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt habe sie im zweiten Quartal deutlich Fahrt aufgenommen und lasse die Corona-Krise nun allmählich hinter sich: Dies ist das Fazit der Umfrage, an der über 300 Unternehmen teilnahmen.

Optimistische Wirtschaft

Umsätze, Auftragseingänge und Kapazitätsauslastung werden von den Firmen positiv bewertet. Allerdings können längst nicht alle Branchen aufatmen. Treiber des Wirtschaftswachstums sind die Medizinaltechnik und die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, das Baugewerbe, der Finanzsektor, die ICT-Branche, und die Logistik. Demgegenüber erholen sich Wirtschaftszweige wie das Gastgewerbe, die Event-, Reise- und Freizeitindustrie nur langsam. Im Gastgewerbe als einer der am härtesten von den Schutzmassnahmen betroffenen Branchen macht sich offenbar dennoch wieder Optimismus breit.

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