09:47 VERSCHIEDENES

Mexiko: Internationaler Hochhauspreis für Torre Reforma

Teaserbild-Quelle: Moritz Bernoully

Er stammt aus der Feder von L. Benjamin Romano und ragt 246 Meter in den Himmel von Mexiko-Stadt: der Büroturm Torre Reforma. Dieser Tage ist das Bauwerk aus dem Jahr 2016 mit dem Internationalen Hochhauspreis (IHP) 2018 ausgezeichnet worden.

Sowohl die Ingenieure als auch die Architekten in der Jury sahen im Torre Reforma den „meisterhaften Ausdruck eines neuen Nachdenkens über das Hochhaus“, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Gebäude verkörpere all das, was sich Architekt L. Benjamin Romano selbst zum Ziel gesetzt habe: Nachhaltigkeit, modernste Technologie und gut strukturierte Räume kunstvoll miteinander zu verbinden.

Der Turm wird grösstenteils als Bürogebäude genutzt, verfügt aber zusätzlich über ein Restaurant und ein Fitnesscenter. Sein signifikantes Erscheinungsbild – ein mehreckiger Grundriss mit schräg abfallenden Obergeschossen, mächtigen Stützen überall am und im Gebäude sowie aussergewöhnlichen Öffnungen an der Betonfassade – verdankt er der Erdbebenproblematik in Mexiko-Stadt, die ein kluges Tragwerkskonzept erforderte.

Was die Jury am 246 Meter-Hochhaus ebenfalls beeindruckte, war der Weg der Projektfinanzierung, wie es heisst. Die Investorengruppe Fondo Hexa, S.A. de C.V. betrachte ihre Projekte als langfristige Kapitalanlage und setze deswegen auf eine besonders sorgfältige Planung, hochwertige Materialien und perfekte Detail. „So beeinflusst dieser vorausschauende wirtschaftliche Ansatz auch den architektonischen Entwurf positiv und könnte auch über Mexiko hinaus als Blaupause für erfolgreiche Projekte dienen.“

Der Internationale Hochhauspreis ist mit 50‘000 Euro dotiert und wurde im Jahr 2003 gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum und der Deka-Bank initiiert und 2004 zum ersten Mal vergeben. Er richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den letzten zwei Jahren fertiggestellt wurden. (mt/pd)

Die weiteren vier Finalisten:

  • Maha Nakhon, Bangkok, Thailand, vom Büro Ole Scheeren aus Bangkok und OMA Office for Metropolitan Architecture aus Peking, China.
  • Beirut Terraces, Beirut, Libanon, von Herzog & de Meuron, Basel.
  • Chaoyang Park Plaza, Peking, China, von MAD Architects, Peking.
  • Oasia Hotel Downtown, Singapur, von WOHA, Singapur.

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