Meret-Oppenheim-Preis für Architektin Tilla Theus
Als erste Architektin hat Tilla Theus den Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim erhalten. Das Bundesamt für Kultur ehrt die Bündnerin damit für ihr Lebenswerk.
Quelle: wikicommons / Adrian Michael
Die Sanierung des Zürcher Hotels Widder ist eine der bekanntesten Arbeiten der preisgekrönten Architektin.
Seit 2001 verleiht das Bundesamt für Kultur (BAK) den Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim an Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Architektur, Kritik, Verlags- oder Ausstellungswesen. Als erste Architektin erhält dieses Jahr Tilla Theus die mit 40000 Franken dotierte Auszeichnung.
Die wohl berühmteste Arbeit Theus' ist das Zürcher Fünfsternehotel Widder, das aus dem Umbau von acht mittelalterlichen, denkmalgeschützten Häusern hervorging. Weitere Bauten der Bündnerin sind der Hauptsitz der FIFA in Zürich und das Panorama-Bergrestaurant Weisshorn in Arosa.
Quelle: Hotel Widder
Die historische Widder-Suite im sanierten Hotel: Theus leistete hier «vorbildliche Arbeit im Umgang mit historischer Bausubstanz und beim Bauen im Bestand».
Farben, Ornamenten und Stimmungen
Die Architektursprache der gebürtigen Bündnerin ist gemäss Pressemitteilung des BAK geprägt von Farben, Ornamenten und Stimmungen. Zu Beginn ihrer Karriere, schwamm sie damit noch gegen den Strom,. Heute gilt sie als «Pionierin der Schweizer Architektur und Schlüsselfigur der Schweizer Postmoderne».
Theus Spezialität sind Umbauten und Sanierungen denkmalgeschützter Objekte. Dabei leistet sie gemäss BAK «vorbildliche Arbeit im Umgang mit historischer Bausubstanz und beim Bauen im Bestand». Solche Ansätze seien heute im Hinblick auf nachhaltige Architektur besonders wichtig.
Die Auszeichnung wird am 15. Juni in Basel im Rahmen der Eröffnung der Swiss Art Awards verliehen. Weitere Preisträger sind der Künstler Fabrice Gygi und der Kurator und Museumsleiter Hilar Stadler. (SDA/bk)