15:01 VERSCHIEDENES

Eine bunte Kirche für Cannabis

Teaserbild-Quelle: Gemeinfrei

Eine 113 Jahre alte lutherische Kirche in Denver, Colorado macht das Unmögliche möglich: Sie verbindet Religion mit Cannabis. Geführt wird das Gotteshaus von einer Organisation, die das grüne Kraut als Sakrament verwendet und sich keinem bestimmten Dogma anpasst.

Die Kirche öffnete am 20. April 2017 ihre Pforten und ist bereits die dritte ihrer Art im Land: Die anderen Gotteshäuser befinden sich nämlich in Lansing, Michigan und Indianapolis, Indiana. Gründer der speziellen Religion war Steve Berke, der später auch die Gemeinschaft «International Church of Cannabis» ins Leben rief. Die Mitglieder der Religion nennen sich dabei «Elevationists» und verwenden Cannabis nach eigenen Angaben für spirituelle Zwecke und zur positiven Beeinflussung des Lebens.

Hauptsitz des Zusammenschlusses bildet heute das Gotteshaus in Denver. Das jahrhundertealte Backsteingebäudewurdevon Berkes Eltern gekauft und sollte ursprünglich Wohnungen beherbergen.Berke und seine Freunde überzeugten seine Eltern jedoch, die Kirche zum Hauptsitz ihrer neu gegründeten Religion zu machen.

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So engagierte Berke später sogar den bekannten Künstler Kenny Scharf, der unter anderem die Räume des News Yorker Museum of Modern Art in Whitney und New York gestaltet hat. Daneben liess er auch den spanischen Künstler Okuda San Miguel einfliegen. Zusammen gestalteten sie das Innere der Kirche mit psycheledischen Mustern und bunter Kunst (siehe Video oben).

Nach dem Gottesdienst wird geraucht

Seit dem Tag der Eröffnung kann die Gemeinschaft laufend neue Mitglieder zählen.Im August 2017 standen auf der Kirchen-Liste bereits über 1‘400 Namen. Cannabis ist in Colorado zwar legal, jedoch wird das Rauchen nur zu Hause oder in privaten Clubs toleriert. So ist der Konsum in der Kirche während der Öffnungszeitennicht erlaubt. Jedoch wäre es natürlich keine richtige Cannabis-Kirche, wenn das grüne Kraut ganz verboten wäre: Jeden Freitag werden private Cannabis-Dienste angeboten und nach jedem Gottesdienst geht es nach unten zur sogenannten «After-Party». (pb)

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