Eine Cenote aus Beton für Ruhe und Rückzug
Ein schattiges Refugium aus Beton, inspiriert von der «Unterwelt» Yukatans: In Valladolid hat ein Architektenpaar mit der Casa Gruta einen Rückzugsort geschaffen, der von der besonderen Geologie seiner Umgebung inspiriert ist.
Quelle: Fabian Martinez
Auch in der Farbgebung und beim Material liessen sich die Architekten von der Natur inspirieren.
Der Karst der Halbinsel Yukatan birgt Tausende von Cenoten: unterirdische, süsswassergefüllte Kalksteinhöhlen, deren Dach meist im Laufe der Zeit zum Teil oder ganz eingebrochen ist, was den Blick auf das darunter angesammelte Grundwasser freigibt. Den Mayas waren diese märchenhaft anmutenden geologischen Besonderheiten heilig, und sie dienten ihnen als Brunnen.
In Tourismusgebieten sind Cenoten wohl kaum noch Orte der Einkehr. Das dürfte auch auf die mitten in der Stadt Valladolid gelegene Cenote Zaci zutreffen – im Gegensatz zur Casa Gruta am westlichen Stadtrand.
Mit dem Haus hat Architektenpaar Adela Mortera und Salvador Román ein Rückzugsort geschaffen, das seine Bewohner mit seinen schattigen, kleinen Höfen und Räumen völlig von der Umgebung abschirmen kann. Die Idee dazu fanden sie in der Geologie Yukatans und vor allem in den Cenoten, Höhlen und Grotten der Halbinsel. Sie verstehen das Haus als bewohnbare Skulptur: «Das Design ist von der räumlichen Abfolge von Cenoten und unterirdischen Höhlen inspiriert, in denen Tunnel, Kavernen und Lichtöffnungen eine sinnliche Reise gestalten.» Mal verengen sich die Räume, mal öffnen sie sich – und sollen so eine Abfolge unterschiedlicher Raumerlebnisse schaffen. (mai)
Quelle: Fabian Martinez
Hof mit Pool.
Quelle: Fabian Martinez
Innenhof mit Pool.
Quelle: Fabian Martinez
Durchblick.
Quelle: Fabian Martinez
Hof.
Quelle: Fabian Martinez
Küche.
Quelle: Fabian Martinez
Schlafzimmer und Dusche.
Quelle: Fabian Martinez
Bad.
Quelle: Fabian Martinez
Hof.
Quelle: Fabian Martinez
Aufgang.
Quelle: Fabian Martinez
Dachterrasse.
Quelle: About Salvador Román & Adela Mortera
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