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Vitra Design Museum widmet sich Ästhetik von Nachtclubs und Discos

Teaserbild-Quelle: VDM-NightFever-©-Vincent-Rosenblatt

In Nachtclubs und Diskotheken verschmelzen Innenarchitektur, Möbeldesign, Grafik, Licht und Musik sowie Mode zu einem Gesamtkunstwerk. Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein (D) zeigt nun eine Reise durch Subkulturen und Glitzerwelten.

Nachtclubs und Diskotheken seien Epizentren der Popkultur, heisst es in einer Mitteilung des Vitra Design Museums von Donnerstag. Seit den 1960er-Jahren versammle sich dort die Avantgarde, um gesellschaftliche Normen infrage zu stellen und "andere Ebenen der Wirklichkeit" zu erkunden. Gezeigt werden in der Ausstellung "Night Fever" vom 17. März bis zum 9. September 2018 Design und Clubkultur von 1960 bis heute. Neben Möbel, Modellen und Mode sind etwa seltene Filmdokumente, Musikbeispiele und Grafikdesigns zu sehen.

Die Beispiele reichen von den italienischen Clubs der 1960er Jahre, die von Vertretern des Radical Design geschaffen wurden, welches sich gegen den Funktionalismus und den etablierten Geschmack in Design und Architektur richtete, bis hin zum Studio 54 oder dem Palladium - beide in New York. Thema in der Ausstellung sind im Weiteren auch der Club Haçienda in Manchester - von der britischen Band New Order in der 1980er-Jahren mitfinanziert - oder der Club Tresor in Berlin, der im Tresorraum eines ehemaligen Kaufhauses entstanden war und später in eine stillgelegte Heizzentrale zog.

Aufgebaut ist "Night Fever" chronologisch. Die Ausstellung zeigt gemäss Mitteilung auch, dass sich eine lebendige Clubszene in jüngster Vergangenheit vor allem dort entwickelt hat, wo sich ihr die nötigen urbanen Freiräume bietet. Viele Nachtclubs seien aus den Städten hinaus gedrängt worden oder würden nun noch "als Ruinen einer feierfreudigen Vergangenheit" existieren. Gleichzeitig sei jedoch eine neue Generation von Architekten herangewachsen, die sich abermals mit dem Nachtclub als Typologie auseinandersetze. Die Ausstellung, die von einer Musik- und Lichtinstallation begleitet wird, zeigt etwa Konzeptarbeiten für ein neues Ministry of Sound in London. (sda)

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