Historische «Bleiche» in Appenzell als Ferienwohnung
Die Stiftung Ferien im Baudenkmal hat in der historischen «Bleiche» am Rand des Dorfes Appenzell eine Ferienwohnung eingerichtet. Das Ensemble aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten Profanbauten von Appenzell Innerrhoden.
Quelle: Gataric Fotografie
Die historische «Bleiche» am Dorfrand von Appenzell: Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Ensemble gilt als eines der bedeutendsten Profanbauten Appenzell Innerrhodens.
Am Rand von Appenzell, in der sogenannten Bleiche, steht eine der bedeutendsten Profanbauten des Kantons. Das Gewerbeensemble aus dem 16. Jahrhundert steht als Baudenkmal von nationaler Bedeutung unter Denkmalschutz und ist berühmt für seine kunstvolle, charakteristische Appenzeller Fassadenmalerei. Das Gebäude zählt nach Angaben der Stiftung Ferien im Baudenkmal, die es in ihr Angebot aufgenommen hat, zu den schmucksten und interessantesten Beispielen der Innerrhoder Einzelhoflandschaft.
500 Jahre Baugeschichte
Die Bleiche ist zwischen 1535 und 1538 als staatliche Mühle und Bleicherei an der Sitter errichtet worden. Über Jahrhunderte vereinte der Betrieb Textilverarbeitung, Landwirtschaft, Mühle, Bäckerei und später auch eine Sägerei. Trotz Erweiterungen, Hochwasserreignissen, und wechselnder Nutzung blieb das Ensemble seit Beginn des 19. Jahrhunderts im Besitz der selben Familie. Die vielschichtige Baugeschichte lässt sich bis heute an ihm ablesen und prägt die verschachtelte Gesamtform der Anlage.
Besonders typisch für das 500jährige Ensemble sind die vier überkragenden Obergeschosse des Blockbaus, respektive die gestufte Fassade: Sie diente ursprünglich dem Trocknen der Leinentücher. Besonders auffällig sind auch die Malereien – Quaderflächen und ornamentalen Motive – sowie die Schwenk- und Zugläden. Die Malereien sind 1756 angebracht worden, dank ihrer Grün- und Grautöne lassen sie den Blockbau beinahe wie ein Steinhaus erscheinen.
Quelle: Gataric Fotografie
Charakteristisch für das Ensemble sind die vier überkragenden Obergeschosse des Blockbaus, die einst dem Trocknen der Leinentücher dienten sowie die bemalte Fassade mit Schwenk- und Zugläden, gemalten Quaderflächen und ornamentalen Motiven.
Kassettendecke und Kachelofen
Die neue Ferienwohnung liegt im zweiten Obergeschoss des Hauptbaus: Sie verbindet original erhaltene Bausubstanz mit zeitgemässem Wohnkomfort. Den Mittelpunkt bildet eine grosse Eckstube mit einer von 1650 datierenden Kassettendecke, die von Wandtäfer und einem Kachelofen ergänzt wird.
Die einstige Koch- und Feuerstelle wurde mit einer modernen Küchenzeile vervollständigt. Das Schlafzimmer mit einem eingebetteten Badezimmer bietet eine Aussicht über die Umgebung und rundet das Angebot ab. Die Möblierung besteht aus Originalen aus dem Haus sowie aus sorgfältig ausgewählten zeitgenössischen Stücken. – Die Wohnung kann ganzjährig gemietet werden und bietet Platz für bis zu drei Personen. (pb/mgt)
Weitere Informationen unter: ferienimbaudenkmal.ch
Quelle: Gataric Fotografie
Die neue Ferienwohnung befindet sich im zweiten Obergeschoss des Hauptbaus. Mittelpunkt ist eine grosse Eckstube mit datierter Kassettendecke von 1650, ergänzt durch Wandtäfer, Kachelofen und historisches Mobiliar.
Quelle: Gataric Fotografie
Die neue Ferienwohnung befindet sich im zweiten Obergeschoss des Hauptbaus. Mittelpunkt ist eine grosse Eckstube mit datierter Kassettendecke von 1650, ergänzt durch Wandtäfer, Kachelofen und historisches Mobiliar.
Quelle: Gataric Fotografie
Die ehemalige Koch- und Feuerstelle wurde um eine moderne Küchenzeile ergänzt.
Quelle: Gataric Fotografie
Ein Schlafzimmer mit historischer Tapetenreferenz sowie ein eingebettetes Badezimmer mit Blick über die Wiesen, runden das Angebot ab.
Quelle: Gataric Fotografie
Die Ausstattung kombiniert Originalstücke aus dem Haus mit sorgfältig ausgewählten zeitgenössischen Möbeln.