12:10 VERSCHIEDENES

Baubranche heute: Sanierung, Planung und Beschaffung

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Obwohl sich der Winter und damit die ruhige Zeit auf dem Bau nähert, gibt es viel zu tun: Im Kanton Zug wird das Zivilschutz-Ausbildungszentrum Cham saniert und erweitert. Im Kanton Zürich wird die Sanierung des Theaters Winterthur an die Hand genommen und ein Projektwettbewerb für ein viertes Gleis am Bahnhof Stadelhofen lanciert. In Bern müssen neue Trams beschafft werden.

So soll das Ausbildungszentrum Schönau in Cham ZG künftig aussehen.

Quelle: zvg

So soll das Ausbildungszentrum Schönau in Cham ZG künftig aussehen.

Cham: Ausbildungszentrum Schönau wird erweitert

Im AZ Schönau wird die Grund- und Weiterbildung für alle Mannschafts- und Kaderfunktionen der Zivilschutzorganisation des Kantons Zug durchgeführt. Das zweigeschossige Gebäude in Betonskelettbauweise stammt aus dem Jahr 1983 und muss erneuert werden. Der Objektkredit beläuft sich auf 12,8 Millionen Franken. Gestern erfolgte der Spatenstich. Wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst, wird die gesamte Gebäudetechnik erneuert und eine Branschutzanlage eingebaut. Mit dem Einbau von Stahlbetonwänden wird das Gebäude ausserdem erdbebensicher gemacht. In beiden Geschossen werden raumhohe, festverglaste Elemente installiert, um eine optimale Belichtung zu gewährleisten. Ausserdem wird im Erdgeschoss der Gastronomiebereich vergrössert, und im Obergeschoss wird ein neuer Ausgang mit Fluchtweg auf das obere Geländeniveau geschaffen. Ein neues Vordach an der Südfassade markiert künftig den Eingang. Die Gebäudehülle erfährt eine grundlegende energetische Sanierung.

Zudem wird ein Erweiterungsbau realisiert. Der eingeschossige Leichtbau wird in Stahlbauweise ausgeführt und umfasst eine Garage sowie eine frostsichere Werkstatt für periodische Wartungsarbeiten. Die bestehenden Frei- und Parkplatzflächen bleiben erhalten und wo nötig ausgebessert.

Theater Winterthur.

Quelle: JoachimKohlerBremen, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org

Theater Winterthur.

Winterthur: 19,4 Millionen Franken für Sanierung des Theaters

Das Theater Winterthur braucht eine Rundumerneuerung. Sowohl baulich als auch bei der Haus- und Veranstaltungstechnik gibt es einen grossen Unterhaltsrückstau. In den kommenden zehn Jahren müssen rund 19,4 Millionen Franken in die Sanierung investiert werden. Besonders die Haus- und Veranstaltungstechnik ist am Ende ihrer Lebensdauer, wie die Stadt mitteilt. Ausserdem ist das Gebäude nicht behindertengerecht. Die notwendige Sanierung soll etappenweise über die kommenden zehn Jahre und bei laufendem Spielbetrieb durchgeführt werden.

Für die geplanten Massnahmen ist ein Gesamtkredit von 19,4 Millionen Franken notwendig. Ein Teil der Investitionen kann aus dem kantonalen Lotteriefonds gedeckt werden. In den kommenden Monaten wird ein Planerwahlverfahren durchgeführt, um die Sanierungsmassnahmen planen und ausschreiben zu können, wie es in der Mitteilung heisst.

Das Theater Winterthur wurde zwischen 1975 und 1979 gebaut und verfügt über einen Saal mit rund 800 Plätzen. Der Entwurf stammt vom Zürcher Architekten Frank Krayenbühl.

Bahnhof Zürich Stadelhofen mit der von Star-Architekt Santiago Calatrava entworfenen Perronüberdachung.

Quelle: Roland zh, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org

Bahnhof Zürich Stadelhofen mit der von Star-Architekt Santiago Calatrava entworfenen Perronüberdachung.

Bahnhof Stadelhofen Zürich: Projektwettbewerb für viertes Gleis

Um das Angebot der Zürcher S-Bahn auszubauen, planen die SBB ein viertes Gleis auf der Bergseite des Bahnhofs Stadelhofen. Dafür wird ein öffentlicher Projektwettbewerb lanciert. Die Gewinner stehen laut einer Mitteilung der SBB voraussichtlich im Herbst 2019 fest. Die Bundesbahnen wurden im Rahmen des Bahnausbauschritts 2030/35 des Strategischen Entwicklungsprogramms (Step) vom Bund mit der Planung beauftragt.

Ausser dem vierten Gleis und den Anschlüssen an die bestehenden Tunnel umfassen die Arbeiten an der Erweiterung des drittgrössten Zürcher Bahnhofs auch einen zweiten, eingleisigen Tunnel bis Zürich Tiefenbrunnen. Wie die SBB schreiben, erarbeiten sie bis im Herbst 2021 das Vorprojekt dazu. Diese Arbeiten sind im Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert, über den das Parlament voraussichtlich nächstes Jahr entscheiden wird.

Tram von Bernmobil.

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Tram von Bernmobil.

Bernmobil: Neue Trams für über 100 Millionen

Berns städtische Verkehrsbetriebe Bernmobil wollen in den kommenden Jahren 20 neue Trams kaufen. Dazu kommen eventuell weitere 30 Tramzüge als Option. Es handelt sich um die grösste Beschaffung in der Geschichte des Unternehmens. Wie Bernmobil mitteilt, hat das Unternehmen den Beschaffungsauftrag am Mittwoch öffentlich ausgeschrieben. Es geht um den Ersatz von 12 Vevey-Trams des Typs Be 4/8, die 2023 ihr Lebensende erreichen. Auch neun Trams des RBS, die von Bern-Fischermätteli nach Worb fahren, müssen 2024 aus Altersgründen ersetzt werden.

Erstmals hat Bernmobil in die Ausschreibung Vorgaben zum Fahrzeugdesign aufgenommen. Zusammen mit einer Designfirma hat Bernmobil Gestaltungselemente erarbeitet, die dem Tram ein eigenständiges, zur Stadt Bern und zu Bernmobil passendes Aussehen verleihen sollen.

Die Tramhersteller haben bis Anfang März 2019 Zeit, ihre Angebote einzureichen. Bis Ende 2019 will Bernmobil den Auftrag vergeben. Das erste Tram soll Anfang 2023 in Bern eintreffen. (mt/sda)

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