15:08 VERSCHIEDENES

Ausflugstipp: Skulpturen in urtümlicher Juralandschaft

Geschrieben von: Stefan Gyr (stg)
Teaserbild-Quelle: Heiner Grieder

Während einer Wanderung in der hügeligen Natur rund um das Kloster Schönthal in Langenbruck BL lässt sich Skulpturenkunst entdecken. Das 1146 gegründete Kloster liegt inmitten der urtümlichen Juralandschaft am Fuss des Belchens.

Im Skulpturenpark Schönthal zu sehen: «Soglio» von Nigel Hall, 1994, Cortenstahl.

Quelle: Heiner Grieder

Im Skulpturenpark Schönthal zu sehen: «Soglio» von Nigel Hall, 1994, Cortenstahl.

Seit dem Jahr 2000 ist es einZentrum zeitgenössischer Skulpturenkunst. Für die Wiesen und Wälder rund um das ehemalige Benediktinerkloster entwickeln internationale Künstlerinnen und Künstler Skulpturen. Sie residieren eine Weile im Kloster, machen sich mit seiner Geschichte vertraut, lassen die Landschaft auf sich wirken und schaffen dann ihr Kunstwerk für diesen Ort. Die Sammlung wächst in aller Ruhe und im Sinne eines «Work in progress». Zurzeit sind im Skulpturenpark 31 Werke von22 Künstlern zu sehen. Die Bezeichnung Park führt ein wenig in die Irre: Die Kunstwerke sind zwischen Wiesen mit Kuhfladen, Brombeerhecken, Wald, Bächen und Schafherden verstreut. Manche sind unübersehbar, andere entdeckt man erst auf den zweiten Blick.

Gegründet wurde der Skulpturenpark vom Werber John Schmid. 1985 kaufte er das denkmalgeschützte Kloster samt Bauernhof und100 Hektar grossem Landwirtschaftsgut, um
einen «Ort zum Nachdenken in der Kraft und Ruhe von Geschichte, Natur und innovativer Kunst» zu schaffen. So entstand ein einmaliges Kunst- und Naturerlebnis. 2015 wurde aufdem Hofgut die Förderung von Biodiversität und Artenvielfalt in Angriff genommen. Jetzt übernimmt die anthroposophische Stiftung EdithMaryon die Anlage von John Schmid und fusioniert mit dessen Stiftung.

Die Besucher finden selber und im eigenen Tempo ihren Weg durch das Gelände. Solides Schuhwerk wird empfohlen. Die Werke erschliessen sich in einer Wanderung von eineinhalb bis vier Stunden – je nachdem, wie viel Zeit man sich nimmt für die Begegnung mit Kunst und Natur. Der Park ist das ganze Jahr überzugänglich. Der Eintritt kostet zehn Franken.An der Kasse beim Kloster kann man einenWegplan kaufen, auf dem die Standorte der Werke verzeichnet sind. In den Innenräumen des Klosters finden wechselnde Kunstausstellungen statt. (stg)

Weitere Informationen:www.schoenthal.ch/skulpturenpark.php

Geschrieben von

Ehemaliger Redaktor Baublatt

Stefan Gyr war von April 2015 bis April 2022 als Redaktor für das Baublatt tätig. Seine Spezialgebiete waren politische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen sowie Themen der Raumentwicklung.

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