Aqua Pro 2026 in Bulle (FR) vom 4. bis 6. Februar: Treffpunkt zum globalen Wasserkreislauf
Vom 4. bis 6. Februar steht im Espace Gruyère in Bulle die 13. Ausgabe der Aqua Pro an, jener Schweizer Fachmesse, die ganz den Berufsleuten des globalen Wasserkreislaufs gewidmet ist. Die Veranstaltung im Zweijahres-Rhythmus hat sich als massgebliche B2B-Plattform für sämtliche öffentlichen und privaten Akteure des Sektors etabliert.
Quelle: zvg
Das Messezentrum Espace Gruyère im freiburgischen Bulle avanciert alle zwei Jahre zum landesweiten Treffpunkt für Fachleute rund ums Thema Wasserkreislauf.
Während drei Tagen werden über 100 Aussteller sowie rund 5200 Besucherinnen und Besucher erwartet. Sie alle werden nach Bulle kommen, um sich auszu-tauschen, zu diskutieren, Innovationen zu entdecken und gemeinsam die Wasserbewirtschaftung von morgen zu entwerfen.
In der Schweiz hat man lange an die Vorstellung geglaubt, im «Wasserschloss Europas» zu leben. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie empfindlich auch hierzulande das natürliche Gleichgewicht ist. Klimawandel, Bevölkerungsdruck, städtische und industrielle Entwicklung: Die Heraus-forderungen rund ums Wasser werden zunehmend zentral. «Wasser ist Leben» – diese sprichwörtliche Wahrheit dient als wichtige Erinnerung in einer Zeit, in der diese Ressource neu gedacht, geschützt und optimiert werden muss.
Auf die Zukunft ausgerichtet
Die Aqua Pro 2026 legt auf zwei Themen einen starken Fokus: die Ausbildungswege sowie die Sichtbarkeit von Frauen in technischen Berufen im Wasserbereich. Ein eigener Schwerpunkt wird Ingenieurinnen, Technikerinnen, Hydrologinnen und weiteren Fachfrauen eine Bühne bieten, deren Expertise täglich zum Funktionieren des Wasserkreislaufs beiträgt. Gespräche, Erfahrungsberichte und Referate verheissen inspirierende Einblicke in ihre Laufbahnen und werden aufzeigen, weshalb es wichtig ist, mehr Frauen für diesen nach wie vor stark männlich geprägten Sektor zu gewinnen.
Der Donnerstagmorgen, 5. Februar, ist ganz ihnen gewidmet – mit einem Referats-Programm unter anderem mit Marianne Milano, Hydrologin, Mathilde Gobet, Expertin für Gleichstellung und Diversität, Marie Horisberger, Ingenieurin, sowie Lena Schuwey, Sanitärinstallateurin in Ausbildung. Eine seltene Gelegenheit, die Realitäten im Berufsalltag zu thematisieren, Klischees zu hinterfragen und Fachkompetenz hervor-zuheben, die Leidenschaft, Präzision und Engagement verbindet.
Parallel dazu schlägt Aqua Pro eine Brü-cke zur jungen Generation. Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschulen, Lernende sowie Studierende der Hochschulen und Universitäten sind eingeladen, die Vielfalt der wasserbezogenen Berufe kennenzulernen. Im Sektor fehlen Fachkräfte – die Messe wird daher zu einem zentralen Ort, um Berufsbilder vorzustellen, Ausbildungen zu erläutern und berufliche Perspektiven aufzuzeigen.
Von KI und anderen Innovationen
Überhaupt bietet die Aqua Pro heuer wie an jeder ihrer im Zweijahres-Rhythmus angesetzten Ausgeben ein breit gefächertes Programm mit technischen und strategischen Fachvorträgen. Die Themen decken sowohl praktische Fragestellungen als auch übergeordnete Entwicklungen der Branche ab.
So wird sich die Diskussion am Mittwoch, 4. Februar, um Wassermessung und -Preisgestaltung drehen: zwei wesentliche Aspekte für eine faire und nachhaltige Bewirtschaftung. Am Nachmittag werden sich Fachleute für Abwasserreinigungsanlagen mit den Herausforderungen durch Mikroschadstoffe, gesetzliche Vorgaben sowie durch die notwendigen Entscheidungen zwischen Ausbau und Sanierung der Infrastruktur beschäftigen.
Der Freitag, 6. Februar, steht schliesslich im Zeichen eines Themas, das kaum noch wegzudenken ist: Künstliche Intelligenz. In der Branche spielen KI-Anwendungen eine immer grössere Rolle im Netzwerkmanagement, in der vorausschauenden Wartung, der Planung oder in der Wasseraufbereitung. Dabei weckt KI viele Hoffnungen und wirft gleichsam Fragen auf. Expertinnen und Ex-perten wie Laura Tocmacov (ImpactIA), Jean-Daniel Schläppy (Swalo) oder Guillaume Cubizolles (SIG) werden Werkzeuge, Fall-studien und Entwicklungsperspektiven vorstellen und aufzeigen, was KI dem Sektor bereits bieten kann – und was noch nicht. Unter anderem wird das konkrete Beispiel der ARA Bois-de-Bay in Genf beleuchtet.
Mit ihrem klar zukunftsgerichteten und integrativen Ansatz positioniert sich die Aqua Pro 2026 als wichtiger Treffpunkt, um die Herausforderungen des globalen Wasserkreislaufs zu verstehen, technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Fachkräfte von morgen zu fördern. Ein Anlass, der mehr ist als eine Fachmesse: ein Labor für Ideen und Zukunftsperspektiven rund um eine lebenswichtige Ressource.
Infos Aqua Pro
Ort: Messezentrum Espace Gruyère, Bulle
Öffnungszeiten: Mittwoch, 4. Februar, 9 bis 17 Uhr
Donnerstag, 5. Februar,9 bis 17 Uhr
Freitag, 6. Februar, 9 bis 16 Uhr
Weitere Informationen: https://www.aqua-pro.ch