18:11 MANAGEMENT

Studie: Diversität und Inklusion in Schweizer Unternehmen nicht selbstverständlich

Teaserbild-Quelle: Geralt, Pixabay-Lizenz

In Schweizer Unternehmen und Organisationen ist ein Management für Diversität und Inklusion noch nicht selbstverständlich. Dies geht aus einer Studie des Instituts New Work der Berner Fachhochschule Wirtschaft hervor, für die 52 Unternehmen mit über 200 Angestellten aus unterschiedlichen Branchen und Regionen und mit Sitz in der Deutschschweiz oder der Romandie befragt worden sind.

Spielfiguren (Symbolbild)

Quelle: Geralt, Pixabay-Lizenz

Ein Bekenntnis zu Diversität und Inklusion reicht laut Studie nicht aus. Es braucht Massnahmen.

Die Untersuchung hat ergeben, dass rund zwei Drittel der befragten Unternehmen ein abgestimmtes Konzept für die Berücksichtigung der Vielfalt ihrer Mitarbeitenden haben und der Ansicht sind, dass sie deswegen wirtschaftlich erfolgreicher seien. Dies, während andere laut der Umfrage erst auf dem Weg dorthin sind oder Inklusion als implizit in ihrer Unternehmenskultur verankert verstehen. Letzteres genügt jedoch nicht, wie es in der Studie heisst. Es berge das Risiko, dass dennoch einzelne Gruppen spezifisch benachteiligt beziehungsweise ihre Bedürfnisse nicht erkannt würden. 

Fokussierung von LGBTIQ+

Werden Massnahmen ergriffen und eingeführt sind die am häufigsten berücksichtigten Diversitätsfaktoren Geschlecht, Menschen mit Beeinträchtigung und sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität und Variationen der Geschlechtsentwicklung, welche mittlerweile von 71 Prozent der befragten Organisationen berücksichtigt werden. Dies sei eine deutliche Veränderung seit der ersten Durchführung der Studie im Jahr 2017, heisst es in der Medienmitteilung. Diese Fokussierung von LGBTIQ+ sei unter anderem dem stärkeren öffentlichen Diskurs zu verdanken. 

In der Studie wird vorgeschlagen, in der Unternehmenspraxis „Diversity & Inclusion“ in Leitbild, Strategie und Zielen zu verankern: „Besonders sind wichtig  interne Unterstützer*innen als Identifikationsfiguren und eine offene Kommunikation. Zudem sollten die Massnahmen im Rahmen des Qualitätsmanagements evaluiert werden.“ (mgt/mai)

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