11:35 KOMMUNAL

Zürcher Liegenschaftsmarkt: Öffentliche Hand erwarb mehr Immobilien

Teaserbild-Quelle: Patrick Federi, Unsplash

In Zürich sind 2023 insgesamt 298 Liegenschaften verkauft worden, vor allem von natürlichen Personen. Gekauft haben die Immobilien vermehrt Privatgesellschaften. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Stadt zum Liegenschaftsmarkt. Sie zeigen auch, dass die öffentliche Hand deutliche mehr Liegenschaften eworben hat. – Zudem hat sich der Bodenpreis zwar stabilisiert, ist aber dreimal so hoch   wie vor 15 Jahren.

Wiedikon

Quelle: Patrick Federi, Unsplash

Wohnidylle in Wiedikon mit begrünten und beruhigten Strassen: Das Quartier gehört zu den Trendquartieren der Stadt.

Bei der Erhebung der Zahlen zum Immobilienmarkt unterscheidet Statistik Stadt Zürich bei den Handänderungen zwischen mehrheitlich gemeinnützigen und überwiegend privatwirtschaftlichen Akteuren. - Gemeinnützige Akteure umfassen Wohnbaugenossenschaften und die öffentliche Hand, privatwirtschaftliche Akteure natürliche Personen und übrige private Gesellschaften.

Öffentliche Hand erwarb mehr Immobilien als in den Jahren davor

So sind während der letzten fünf Jahre knapp 78 Prozent aller Liegenschaften von natürlichen Personen verkauft worden, gekauft haben sie vor allem andere natürliche Personen und Privatgesellschaften. In diesem Zeitraum gingen 48 Prozent der Liegenschaften an Privatgesellschaften und 45 Prozent an natürlichen Personen. Die Wohnbaugenossenschaften und die öffentliche Hand konnten sich derweil laut Statistik Stadt Zürich nur punktuell auf dem Liegenschaftsmarkt engagieren. Allerdings: Die öffentliche Hand erwarb in den letzten Jahren deutlich mehr Liegenschaften als in den Jahren zuvor. 

Die Verschiebungen im Liegenschaftsmarkt spiegelt laut Statistik Stadt Zürich auch die Eigentumsstruktur der Wohnungen wider: Erstmals besitzen Privatgesellschaften den höchsten Anteil an Wohnungen in der Stadt Zürich (33 %), während den natürlichen Personen noch rund 32 Prozent gehören. Wohnbaugenossenschaften bleiben mit etwa 18 Prozent die drittgrösste Eigentumsgruppe. Das Stockwerkeigentum liegt stabil bei 10 Prozent und der Anteil der öffentlichen Hand bleibt bei 7 Prozent.

Am häufigsten wurden Mehrfamilienhäuser gehandelt

Der Grossteil aller Transaktionen fand 2023 in der Wohn- und Mischzone statt: So betrafen rund 32 Prozent aller Handänderungen von Liegenschaften Mehrfamilienhäuser, gefolgt von Einfamilienhäusern (30 %), Wohnhäusern mit Geschäftsräumen und Nutzbauten (je über 17 %). Bei den durchschnittlichen Preise pro Quadratmeter Grundstücksfläche macht Statistik Stadt Zürich für die letzten 15 Jahre  bei allen Bebauungsarten einen starken Anstieg aus, wobei Wohnhäuser mit Geschäftsräumen die höchsten Preise erzielten.

Höchstwert von 8012 Franken pro Quadratmeter anfangs 2022

Neben den steigenden Handänderungspreisen hat es laut Statistik Stadt Zürich auch einen Anstieg beim impliziten Bodenpreise (Liegenschaftswert minus Versicherungswert) gegeben. Seit 2009 hat sich der von Statistik Stadt Zürich berechnete implizite Bodenpreis mehr als verdreifacht: Anfang 2022 erreichter er einen Höchstwert von 8012 Franken pro Quadratmeter. Seither ist der Preis wieder gesunken und hat Ende 2023 bei knapp 6200 Franken gelegen. Den höchsten Preiszuwachs verzeichnete der Stadtkreis 11, der Preis pro Quadratmeter ist um das Siebenfache gestiegen. Der Kreis 11 umfasst die Oerlikon, Seebach und Affoltern. (mai/mgt)


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