10:12 KOMMUNAL

Social Media: Ja, nein, vielleicht?

Teaserbild-Quelle: Vasin Lee/ Shutterstock

In Zeiten, in denen Staatspräsidenten eigenhändig über Twitter informieren und sich die Menschen täglich stundenlang im Internet tummeln, sind auch Gemeinden gezwungen, sich mit den vielseitigen neuen Kommunikationskanälen zu beschäftigen. Die einen tasten sich vorsichtig an Social Media heran, andere sind bereits mit detaillierten Konzepten und viel Elan bei der Sache.

Social Media

Quelle: Vasin Lee/ Shutterstock

Die unzähligen Netzwerke, über welche die Menschen heute verbunden sind, stellen Gemeinden vor wichtige Fragen zu ihrer Kommunikation.

Facebook, Instagram, Linkedin, Snapchat, Twitter, Youtube: Die Auswahl an sozialen Netzwerken ist riesig. Und sie wächst stetig weiter. Kaum hat sich der User an Instagram gewöhnt, sollte er schon auf Snapchat umsteigen, oder am besten gleich überall parallel Profile bewirtschaften. Für die Gemeinden bedeuten diese Netzwerke neue Kommunikationsmöglichkeiten, moderne und schnelle Informationskanäle.

Sie bedeuten aber auch eine Flut an offenen Fragen: Welches soziale Netzwerk ist das «beste»? Wo erreicht man wen? Kann man nur einen Kanal nutzen oder muss man auf allen präsent sein? Oder lässt man die Finger besser ganz von Social Media? Und wenn man es wagt, wie bewältigt man diesen Zusatzaufwand? Mehr denn je sehen sich Gemeinden heute gezwungen, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Grössere Städte schon länger dabei

Eigentlich sind dies aber alles andere als neue Überlegungen. Facebook erreichte die breite Masse bereits Mitte bis Ende der 2000er-Jahre, Youtube genauso. Dass Schweizer Städte wie Basel, St. Gallen, Zürich oder Zug, die auch in Sachen Digitalisierung und Smart City die Nase vorn haben, in Social-Media-Vergleichen stets an der Spitze sind, erstaunt nicht. Sie befassen sich schon länger mit Social Media und nutzen verschiedene Kanäle parallel, um mit der Bevölkerung zu kommunizieren und zu interagieren.

Facebook ist der Favorit

Bei kleineren Städten und Gemeinden sieht das anders aus. Die Zurückhaltung ist weiterhin spürbar. Die einen beobachten die Entwicklung und zeigen sich offen für eine künftige Social-Media-Nutzung. Andere sprechen sich klar dagegen aus. Doch auch bei den Gemeindeverwaltungen zeichnet sich eine Tendenz ab, vermehrt mindestens einen Social-Media-Kanal zu nutzen, wie eine Umfrage der Firma «Social Media Beratung» bereits 2016 zeigte.

Facebook war und ist dabei der klare Favorit. Andere Trends oder Gemeinsamkeiten lassen sich nur wenige erkennen, denn: Ob zu demokratiepolitischen Zwecken, für mehr Transparenz und Vertrauen, zugunsten des Standortmarketings oder aufgrund von partizipativen Überlegungen, so verschieden wie die Schweizer Gemeinden und die einzelnen Social-Media-Plattformen sind, so verschieden machen die Verwaltungen sich diese auch zunutze.

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