Glarus stoppt Wasserentnahmen
Der Kanton Glarus reagiert auf die anhaltende Trockenheit: Per sofort verhängt er ein Wasserentnahme-Verbot aus allen Oberflächengewässern.
Quelle: Manuela Brunner / SLF
Der Kanton Glarus dreht den Landwirten den Hahn zu - zum Schutz der Wasserlebewesen.
Die Fliessgewässer im Glarus führen nur noch wenig Wasser – wie zahlreiche andere in der ganzen Schweiz. Deshalb hat der Kanton reagiert und verbietet per sofort die Wasserentnahme aus allen Oberflächengewässern. Die niedrigen Wasserstände könnten zu einem Fischsterben führen; durch das Verbot werden die Wasserlebewesen geschützt.
Mit dieser Massnahme dreht der Kanton in erster Linie den Landwirten den Hahn ab: Diese erhalten keine Bewilligungen für Wasserentnahmen mehr. Vom Verbot ausgenommen ist lediglich die Entnahme mit Giesskannen und Eimern. Ausnahmen macht der Kanton nur beim Linthkanal, beim Escherkanal, beim Walensee sowie im Sömmerungsgebiet, aber auch hier nur mit Bewilligung (mgt/bk).