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Geister-Immobilie: «Conjuring»-Haus steht für 1,2 Millionen zum Verkauf

Geschrieben von: Pascale Boschung (pb)
Teaser-Quelle: Blueflash Photography

Ein Farmhaus in der Stadt Burrillville im US-Bundesstaat Rhode Island steht derzeit zum Verkauf. Das Besondere am Objekt: Es soll die Inspiration für den auf wahren Begebenheiten beruhenden Horror-Film «The Conjuring» geliefert haben. Ein Augenschein.

Leidenschaftliche Horror-Fans werden den Film von Regisseur James Wan kennen, der 2013 satte 300 Millionen Dollar an den Kinokassen einbrachte. Die Handlung im ersten Werk der «Conjuring»-Reihe spielt im Jahr 1971 und erzählt die Geschichte der Geisterjäger Ed und Lorraine Warren, die nach Rhode Island fahren, um sich dort das Zuhause der Perrons anzuschauen. Das Fazit der Experten: Die fünfköpfige Familie wird von mehreren Geistern terrorisiert. 

Im Verlauf der Geschichte finden die Geisterjäger heraus, dass das Haus früher von der Familie Shermann bewohnt worden war. Darunter von einer Frau namens Bathsheba Sherman, die zu Lebzeiten verdächtigt wurde, eine Hexe zu sein: Sie soll ihr eine Woche altes Baby dem Teufel geopfert und sich schliesslich im Jahr 1863 um 3.07 Uhr das Leben genommen. Kurz davor hatte sie angeblich alle verflucht, die es  wagen sollten, ihr Land an sich zu nehmen. 

Film soll auf wahren Begebenheiten beruhen 

Die Handlung des Filmes soll auf wahren Begebenheiten beruhen. Die Familie Perron gab es wirklich, genauso das verfluchte Haus, Bathsheba Sherman und natürlich Ed und Lorraine Warren. Die Fälle der «echten» Geisterjäger lieferten denn auch die Grundlage für die folgenden «Conjuring»-Filme. Nach der wahren Geschichte des ersten Teils sollen Roger Perron und seine Frau Carolyn 1970 das abgelegene, 14-Zimmer-Farmhaus in Rhode Island gekauft haben. 

Nachdem die fünfköpfige Familie 1971 in das um 1736 erbaute Haus eingezogen war, häuften sich seltsame Vorkommnisse, die die heute erwachsene Tochter Andrea Perron bereits in zahlreichen TV-Interviews beschrieben und in Büchern fetgehalten hat. Demnach sollen die Kinder damals Begegnungen mit Geistern erlebt und Stimmen gehört haben, die unter anderem sagten, dass in den Wänden «sieben tote Soldaten begraben» seien, wie sie 2014 in einem Interview mit «San Antonio Living» erzählte. 

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Wohnzimmer im «Conjuring»-Haus. Die Puppen sollen wohl zum Grusel-Effekt beitragen.

Vermietung an Personen mit Interesse am Paranormalen

Nachdem die zunächst kurzen Vorkommnisse immer länger dauerten und sich häuften, habe man sich dazu entschieden Ed Warren, ein selbsternannter Dämonologe, und seine Frau Lorraine, ein angebliches Medium, zu rufen. Schlussendlich konnten diese der Familie aber auch nicht weiterhelfen und die Perrons hatten nach zehn Jahren im Geisterhaus genügend angespart, um die Horrorimmobilie 1980 zu verkaufen und ein neues Leben im Bundesstaat Georgia beginnen zu können. 

2019 wurde das legendenumwobene Gruselhaus für 439‘000 Dollar von Jenn und Cory Heinzen gekauft. Diese nutzten die rätselhafte Geschichte des Gebäudes für sich: Sie vermieteten das Haus in den letzten Jahren jeweils an Personen, die Interesse an übernatürlichen Phänomenen und Begegnungen hatten. Das Geschäftsmodell scheint erfolgreich zu sein: Laut ihrer Webseite theconjuringhouse.com ist das Haus bis Ende 2022 komplett ausgebucht. 

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Blick ins idyllische Esszimmer des Spukhauses.

Eines der bekanntesten Spukhäuser der USA 

Ob an den Erzählungen von Perron schlussendlich wirklich etwas Wahres dran ist, lässt sich natürlich nicht sagen. Aber ein Gebäude um das sich eine rätselhafte Geistergeschichte rankt, lässt sich mit Sicherheit besser verkaufen, als ein altes, unspektakuläres Farmhaus. Derzeit kann das «verfluchte» Haus nämlich für 1,2 Millionen Dollar bei der Immobilienagentur Mott & Chace Sotheby's International Realty erworben werden. 

Die Makler machen aus der Vergangenheit des Hauses keinen Hehl, im Gegenteil: Es wird im Objektkatalog gross mit dem «Conjuring»-Franchise in Verbindung gebracht und als eines der «bekanntesten Spukhäuser in den Vereinigten Staaten» bezeichnet. Das Haus selbst steht auf einem acht Hektar umfassenden Grundstück und ist etwas über 278 Quadratmeter gross. Weiter verfügt es über drei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Und trotz Geistern wurde das Gebäude inzwischen umfassend renoviert, wie aus der Anzeige hervorgeht. 

Die Immobilienagentur bietet vom Haus auch eine 360-Grad-Tour an. 

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

Conjuring-Haus in Burrillville

Quelle: Blueflash Photography

Einblick in das Geister-Haus in Burrillville.

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Redaktorin Baublatt

Zeichnet, schreibt und kreiert gerne. Themenbereiche: Bauprojekte sowohl international als auch regional, News aus Wissenschaft, Forschung, Technik und Design.

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