15:03 BAUPROJEKTE

Wohnbauprojekt Hobelwerk: Nachhaltigkeit bereits ab Planungsphase

Teaserbild-Quelle: Pool Architekten Zürich

Das Wohnbauprojekt Hobelwerk in Oberwinterthur ist als 2000-Watt-Areal geplant. Jede Massnahme zur Minimierung von CO₂-Emissionen sowie zum sparsamen Umgang mit Energie, Boden, Wasser und Material begannen weit vor dem Bau. Denn möglichst frühzeitig müssen die Fundamente für die Nachhaltigkeit gelegt werden.

Wohnbauprojekt Hobelwerk in Oberwinterthur

Quelle: Pool Architekten Zürich

Das Projekt Hobelwerk in Oberwinterthur der Baugenossenschaft «Mehr als Wohnen».

Bis Ende 2023 entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Holzverarbeitungsbetriebs Kälin in Oberwinterthur das neue Wohn- und Gewerbeareal Hobelwerk. In zwei Etappen erstellt die Baugenossenschaft «Mehr als Wohnen» fünf Häuser mit gemischten Nutzungen und einem breiten Wohnungsmix. Zudem ist geplant, die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, ohne dass dies auf Kosten der hohen Wohn- und Lebensqualität geschieht. Bei der Umsetzung des Projekts kann die Genossenschaft auf Erfahrungen zurückgreifen, die sie beim Bau des Hunziker-Areals in Zürich gesammelt hat.

Die Baugenossenschaft erwarb 2019 das Areal in Oberwinterthur. Für das Hobelwerk werden standortspezifische Ideen umgesetzt, die das Kleinklima im Viertel positiv beeinflussen. Als «Schwammareal» konzipiert, sollen die Flächen des Areals das Regenwasser wie ein Schwamm aufnehmen und später langsam wieder abgeben. Grosse Bäume sorgen für Schatten und Kühlung und somit für eine kühlere Umgebung in Hitzeperioden.

Klimawandel ist Tatsache

«Der Mechanismus zu null CO2-Emissionen in der Gebäudeerstellung ist wesentlich komplexer als jener in Betrieb. Dabei stellen sich Fragen nach der Nachhaltigkeit der Baustoffe, ihren Produktionsketten sowie der Möglichkeit der Wiederverwendbarkeit», sagte Annuscha Schmidt, Präsidentin des Forums Energie Zürich während der Begrüssung zum digitalen Referatsabend zum Thema «Null CO2 – Kompatible Bauteile und Baustoffe». Am Beispiel Hobelwerk werde aufgezeigt, wie ein 2000-Watt-Areal entsteht und welch komplexe Entscheidungen auslotet werden müssen.

«Mit nachhaltigen Projekten wie dem Hobelwerk wollen wir versuchen, den stetigen Anstieg der globalen Temperaturen zu bremsen», sagt Jules Petit, Verantwortlicher für Nachhaltigkeitsbegleitung der Lemon Consult AG, die das Oberwinterthurer Bauprojekt unterstützt. 

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