16:10 BAUPROJEKTE

Wasserkraft: EBS will die Muota weitere 80 Jahre nutzen

Teaserbild-Quelle: Jag9889, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Im Jahr 1959 hat die EBS für 80 Jahre das Recht erhalten, mit dem Muotawasser Strom zu produzieren. Seither hat sie am beinahe 30 Kilometer langen Fluss fünf Kraftwerkstufen errichtet und produziert mit diesen 225 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Dies reicht für rund 56'000 Haushaltungen.

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Quelle: Jag9889, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

EBS-Kraftwerk Sahliboden, Ausgleichsbecken an der Muota.

Wie EBS-Verwaltungsratspräsident Ruedi Reichmuth heute vor den Medien erklärte, will die EBS die Muota für weitere 80 Jahre nutzen. Das Unternehmen habe schon 20 Jahre vor Ablauf der Konzession mit den entsprechenden Arbeiten begonnen. Ein erstes Konzessionsgesuch hatte man laut Reichmuth zwar schon 2019 vorgelegt, allerdings musste dieses wegen neuen gesetzlichen Bestimmungen zurückgezogen werden.

Investition der EBS von 130 Millionen Franken

Bislang steckte die EBS rund 12 Millionen Franken in die Planung. Insgesamt dürfte das Energieunternehmen 130 Millionen Franken in die mit der neuen Konzession verbundenen Projekte investieren: Die Leistung der Muotkraftwerke soll mit verschiedenen Massnahmen erhöht werden. Weil dies aber auch ökologische Massnahmen mit sich zieht, werden die Kraftwerke insgesamt eher weniger Strom produzieren können als heute. Immerhin kann das EBS künftig das Wasser flexibler zur Stromproduktion einsetzen.

Glattalpsee wird abgedichtet

So sieht die Konzession unter anderem vor, die Wasserfassungen auszubauen und die Druckleitungen zu vergrössern. Eine wichtige Massnahme ist eine Teilabdichtung des Glattalpsees, aus dem heute jährlich eine Seefüllung Wasser versickert. Abgedichtet wird der See mit einer Folie aus natürlichen Materialien.

Es würden beim Ausbau keine neuen Anlagen gebaut, wo nicht schon welche stünden, sagte Hans Bless, Geschäftsleitungsvorsitzender der EBS. Wie er weiter ausführte werden auch keine Täler überflutet oder unbebaute Flächen verbaut. Mit der Konzessionserneuerung müssen auch Vorgaben der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung eingehalten werden. Ein Thema ist auch das Restwasser. Dieses soll künftig so gross sein, dass etwa eine freie Fischwanderung möglich ist.

Stimmvolk des Bezirks Schwyz entscheiden

Weil im Kanton Schwyz die Bezirke die Hoheit über die Gewässer haben, es ist deswegen der Bezirk Schwyz, der die Konzession erteilen muss. Das letzte Wort haben allerdings die Stimmberechtigten des Bezirks. Weil die Muota im Kanton Uri entspringt, läuft auch dort ein Konzessionsverfahren.

Der Bezirk Schwyz ist nicht nur Konzessionsgeberin, sondern auch Aktionärin der EBS. An der Medienorientierung betonte der Bezirk, dass das Verfahren dank Ausstandsregeln dennoch korrekt ablaufe. (sda/mai)

 

 

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