Stadtrat Luzern will auf Utenberg Wärmeverbund realisieren
Der Luzerner Stadtrat will das Schulhaus sowie die Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg mit einem Nahwärmeverbund beheizen. Durch den Ersatz der Öl- und Gasheizungen mit einer Erdsonden-Wärmepumpe soll der CO2-Ausstoss deutlich gesenkt werden.
Quelle: Stadt Luzern
Der Luzerner Stadtrat will das Schulhaus sowie die Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg mit einem Nahwärmeverbund beheizen.
Die Stadt soll den Wärmeverbund ab Herbst 2026 bauen und ein Jahr später in Betrieb nehmen. Dafür beantragt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 5,55 Millionen Franken, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.
Die 30 bis 40 Jahre alten Öl- und Gasheizungen beim Schulhaus Utenberg und der Kinder- und Jugendsiedlung (KJU) verursachten jährliche Emissionen von rund 340 Tonnen CO2, heisst es in der Mitteilung. Mit dem geplanten Wärmeverbund soll der CO2-Ausstoss um 95 Prozent gesenkt werden – auf 20 Tonnen pro Jahr.
Konkret geplant ist eine Erdsonden-Wärmepumpe, die beide Liegenschaften auf dem Utenberg mit nachhaltiger Energie versorgt. Dazu braucht es laut Mitteilung ein Erdsondenfeld mit 40 Sonden, das unter dem Rasensportplatz der KJU angelegt wird. Die Wärmezentrale entsteht im ehemaligen Öltankraum des Schulhauses.
Quelle: Stadt Luzern
Übersichtskarte zum Wärmeverbund: Das Erdsondenfeld mit 40 Sonden soll unter dem Rasensportplatz der Kinder- und Jugendsiedlung (KJU) entstehen.
Zusatzkredit für Heizersatz
Die Stadt Luzern will bis 2030 alle fossilen Heizungen in städtischen Liegenschaften, welche die Stadt selbst für die eigenen Aufgaben nutzt, durch erneuerbare Alternativen ersetzen. Damit sollen insgesamt 2175 Tonnen CO2 eingespart werden. Dies ist Teil der 2022 von der Stimmbevölkerung verabschiedeten Klima- und Energiestrategie der Stadt.
«Vertiefte Abklärungen» hätten aber gezeigt, dass der bisher für den Ersatz der Heizsysteme bewilligte Kredit von 12,8 Millionen Franken nicht für sämtliche Liegenschaften ausreicht, heisst es. Der Stadtrat beantragt deshalb einen Zusatzkredit von 1,65 Millionen Franken. Für Mehrkosten sorgten etwa bauliche Massnahmen beim Einbau von Wärmepumpen, Sanierungen der Liegenschaftsentwässerung sowie Baubewilligungsverfahren.
Seit 2023 seien zehn Heizsysteme ausgewechselt worden. Als Nächstes stehen Heizungsumstellungen beim Stadthaus, dem Richard Wagner Museum sowie den Schulhäusern Unterlöchli, Felsberg und Geissenstein an. Im kommenden Jahr soll für die denkmalgeschützten Liegenschaften Rathaus und Am-Rhyn-Haus in der Altstadt eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. (sda/mgt/pb)