Stadt Luzern will Gebäude im «Konsipark» sanieren und vermieten
Die Stadt Luzern will die drei Gebäude im Dreilindenpark etappenweise sanieren und vermieten. Der Park soll weiterhin öffentlich zugänglich sein. Die künftigen Mieter sollen «einen Bezug zum kulturellen Erbe des Ortes mitbringen».

Quelle: Stadt Luzern
Die Stadt Luzern will die Liegenschaften im Dreilindenpark sanieren.
Mit einer Fläche von 35'000 Quadratmetern ist der Dreilindenpark – im Volksmund auch «Konsipark» genannt – der grösste öffentliche Park in der Stadt Luzern. Auf dem Grundstück, das seit 1929 im Besitz der Stadt ist, befinden sich eine Villa, in der früher das Konservatorium untergebracht war, ein Ökonomiegebäude und ein Pförtnerhaus.
Die Villa und das Ökonomiegebäude werden derzeit von der städtischen Musikschule genutzt. Das Erdgeschoss des Pförtnergebäudes ist in Gebrauchsleihe an die Stiftung Festivals Strings Lucerne abgegeben. Am Dienstag hat die Stadt Luzern nun Pläne für eine Sanierung und anschliessende Vermietung der drei Liegenschaften vorgestellt.
Villa als Sitz für Stiftungen
In den letzten Monaten sei eine Auslegeordnung zur zukünftigen Nutzung der Gebäude im Dreilindenpark erstellt worden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Nun habe der Stadtrat die Eckpunkte für die künftige Nutzung mit Richtungsentscheiden festgelegt.
Die Villa als Hauptgebäude soll demnach zu einem Sitz für Stiftungen und andere Organisationen werden. Diese sollen «einen Bezug zum kulturellen Erbe des Ortes mitbringen und an die Tradition als Ort der Musik anknüpfen». Weiter soll das Erdgeschoss öffentlich zugänglich sein und für Veranstaltungen genutzt werden.
Das Ökonomiegebäude am östlichen Rand des Parks wird laut der Stadt «die jahrzehntelange Nutzung des gesamten Gebäudeensembles als Konservatorium aufnehmen». Geplant seien Proberäume für Musik oder für kleine Veranstaltungen. Denkbar seien auch zusätzliche Räume für Start-up-Unternehmen.
Für das Pförtnerhaus ist eine Wohnnutzung mit zwei bis drei Wohneinheiten vorgesehen. Dies laut Mitteilung allenfalls in Kombination mit einer öffentlichen Nutzung, zum Beispiel einer Kindertagesstätte. Der Bedarf werde derzeit abgeklärt.
Zweiter Anlauf für neue Nutzung
Die Qualitäten der Parkanlage sollen laut der Stadt mit der geplanten Entwicklung erhalten bleiben. Die drei Liegenschaften werden unabhängig voneinander in Etappen saniert. Das Pförtnerhaus soll nach einer Bauzeit von knapp eineinhalb Jahren Mitte 2029 bezugsbereit sein. Die anderen Bauten sollen bis Ende 2031 saniert sein.
Die Stadt rechnet nach ersten Schätzungen mit Kosten von 9,5 Millionen Franken. Mit den anschliessenden Vermietungen sollen gemäss Mitteilung Erträge erwirtschaftet werden, die einen möglichst hohen Deckungsbeitrag für die Betriebskosten und die Abschreibungen der Sanierungsinvestitionen zulassen.
Die Stadt nimmt mit den Sanierungsplänen einen neuen Anlauf – 2023 scheiterte eine Zusammenarbeit mit einem Kunsthandelsunternehmen zur Nutzung des «Konsiparks». Das damalige Konzept sah eine sanfte Weiterentwicklung der Liegenschaft Dreilinden vor. (mgt/pb)