Siegerprojekt für neue Kantonsschule Rotkreuz ZG steht fest
Das Zürcher Büro Gigon Guyer Partner Architekten AG hat den Projektwettbewerb für die neue Kantonsschule Rotkreuz gewonnen. Geplant ist ein Holz-Hybridbau mit Platz für rund 44 Klassen. Der Baustart ist für Ende 2028 vorgesehen.
Quelle: Zuend
Visualisierung: Das Siegerprojekt sieht einen zweiteiligen Holz-Hybridbau mit Platz für rund 880 Schülerinnen und Schüler vor.
Der Zuger Kantonsrat plant angesichts des Bevölkerungswachstums in Rotkreuz einen neuen Mittelschulstandort zur langfristigen Sicherstellung der gymnasialen Ausbildung. Der Neubau soll im Rahmen einer Zentrumsentwicklung beim Bahnhof Rotkreuz gebaut werden und Platz für 44 Klassen sowie rund 880 Schülerinnen und Schüler bieten.
Nun steht das Siegerprojekt fest, wie die Zuger Baudirektion am Montag mitteilte. 70 Konzeptideen wurden für den offenen, zweistufigen Projektwettbewerb eingereicht, zwölf Teams wurden zur Weiterbearbeitung eingeladen. Gesucht war gemäss Mitteilung ein Projekt, das sich in den Gesamtkontext der Bauvorhaben Bahnhof Süd, Zentrum Dorfmatt sowie Sportpark einfügt.
Zweiteiliger Holz-Hybridbau
Gewonnen hat der Beitrag «discentia» der Gigon Guyer Partner Architekten AG aus Zürich. Das Büro wird mit der Ghisleni Partner AG aus Rapperswil die Generalplanung übernehmen. Der Neubau besteht aus einem zweiteiligen Gebäude: Der höhere Kopfbau orientiert sich zum Zentrum Rotkreuz hin und enthält die öffentlichen Räume der Schule (Sporthalle), während der niedrigere Flügelbau im Osten parallel zur Sportanlage verläuft und die Unterrichtsräume umfasst.
Die klare Konzeption, bei der Städtebau, Architektur, Konstruktion und Gebäudetechnik interdisziplinär aufeinander abgestimmt seien, hätten die Jury überzeugt, heisst es weiter. Besonders hervorzuheben seien die Versorgung mit Tageslicht, die Raumbeziehungen und die vielfältigen Raumfolgen. Nicht zuletzt erfülle die Konstruktion die Anforderungen an Flexibilität und Nachhaltigkeit. Alle Ebenen über dem Erdgeschoss sind in Holz-Hybridbauweise konzipiert. Weiter sind in der Umgebung Natursteinbeläge, unversiegelte Flächen und Bäume vorgesehen.
«Das Siegerprojekt überzeugt in mehrfacher Hinsicht», lobt Baudirektor Florian Weber in der Mitteilung. Es leiste einen Beitrag an die Standortattraktivität des Kantons Zug. Der Baustart erfolgt voraussichtlich Ende 2028. (mgt/pb)
Quelle: Philippe Hubler
Modellansicht des Siegerprojekts für den geplanten Neubau der Kantonsschule Rotkreuz.