Serena Stiftung will Alterswohnungen im Berner Mittelfeld bauen
Die Burgergemeinde Bern führt ihr Alterswohnprojekt im Berner Mittelfeld nicht weiter. Stattdessen soll die Stiftung Serena das Baufeld im neuen Stadtquartier Viererfeld/Mittelfeld entwickeln. Ziel bleibe ein preisgünstiges Angebot für selbständiges Wohnen im Alter.
Quelle: zvg
Visualisierung: Ungefähr so sollen das Berner Vierer- und Mittelfeld dereinst aussehen. Geplant sind unter anderem eine Grossüberbauung sowie ein Stadtteilpark.
Ganz in der Nähe des geplanten neuen Stadtquartiers steht der Burgerspittel, eine Alterseinrichtung der Burgergemeinde Bern. Diese habe in den vergangenen Jahren verschiedene Konzepte für eine Erweiterung entworfen und getestet, die «deutlich über das selbständige und günstige Wohnen im Alter hinausging», heisst es in einer Mitteilung Stadt, Burgergemeinde und der Serena Stiftung von Dienstag.
Geplant waren demnach unter anderem Begegnungsorte für das Quartier sowie neue und innovative Wohnformen. Die Konzepte sahen zudem eine enge Verbindung zwischen dem Neubau und dem bestehenden Burgerspittel vor. Mit fortschreitenden Arbeiten habe sich aber gezeigt, dass mit den geltenden Planungsgrundlagen eine solche funktionale und betriebliche Verbindung nicht umsetzbar sei, heisst es weiter.
Nun soll die Stiftung das für das Alterswohnen vorgesehene Baufeld M31 von der Burgergemeinde übernehmen – noch vorbehalten ist die Zustimmung der zuständigen Organe. Als Hauptaktionärin der gemeinnützigen Concara Holding AG verfügt die Stiftung Serena nach eigenen Angaben über umfassende Erfahrung im Bereich Wohnen und Betreuung. Diese Kompetenzen sollen in die Angebotsentwicklung einfliessen.
Weiterhin ältere Menschen im Fokus
Ziel ist es laut Mitteilung, ein zukunftsorientiertes Angebot zu schaffen, das selbstständiges Wohnen im Alter fördert, soziale Teilhabe ermöglicht und passende Unterstützungsangebote im Quartier verankert. Die Nähe zum Burgerspittel eröffne dabei zusätzliche Möglichkeiten für eine bedarfsgerechte Vernetzung von Wohnen im Alter und ergänzenden Dienstleistungsangeboten, heisst es weiter.
Die Burgergemeinde sieht für sich und den Burgerspittel weiterhin eine zentrale Rolle im entstehenden Stadtquartier. Die Gesamtentwicklung des neuen Quartiers könne auch mit dem Wechsel der Bauträgerschaft für das Baufeld M31 weitergeführt werden, betonen Stadt, Burgergemeinde und Stiftung. Die Stadt ihrerseits begrüsste, dass mit der vorgesehenen Übertragung der Bauträgerschaft eine Überbauung im Bereich des selbständigen, vergünstigten Wohnens im Alter realisiert werden soll.
Auf dem Areal Viererfeld/Mittelfeld soll vielfältiger Wohnraum für rund 3000 Personen entstehen. Gebaut wird auch preisgünstiger Wohnraum. Es ist das grösste Bauprojekt der letzten Jahre in Bern. Nach jahrzehntelangem Hin und Her sagte die Stimmbevölkerung 2016 grundsätzlich Ja zur Überbauung des Areals. Das Projekt hat bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 2023 sprang etwa die Pensionskasse der Berner Kantonalbank als Investorin ab und musste durch einen neuen Investor ersetzt werden. (pb/mgt/sda)