10:14 BAUPROJEKTE

60 bis 70 Meter hohes Hochhaus in Bern-Ausserholligen geplant

Teaserbild-Quelle: Marti Gesamtleistungen AG

Die Marti Gesamtleistungen AG plant zusammen mit der Stadt Bern ein 60 bis 70 Meter hohes Hochhaus für Wohnen und Bildung an der Freiburgstrasse in Bern. Ende 2026 soll ein Projektwettbewerb zur Überbauung des Areals starten.

Arealentwicklung Freiburgstrasse 129-131 in Bern

Quelle: Marti Gesamtleistungen AG

Die Marti Gesamtleistungen AG plant in Zusammenarbeit mit der Stadt Bern die Entwicklung des Areals an der Freiburgstrasse 129–131 in Bern.

Auf den Parzellen in Ausserholligen mit den Liegenschaften Freiburgstrasse 129 und 131 wurde vor über 100 Jahren die Unternehmung Marti gegründet, heisst es in einer Mitteilung der Marti Gesamtleistungen AG von Dienstag. Nun plant die Grundeigentümerin mit der Stadt Bern ein 60 bis 70 Meter hohes Hochhaus auf dem Areal. Der Neubau soll sich dabei städtebaulich auf das Holligen-Quartier beziehen.

Weiter soll das Areal mit Freiräumen, die das Netz an Grün- und Freiflächen im Quartier bereichern sowie publikumsorientierten Nutzungen auf Stadtebene aufgewertet und ergänzt werden. Die geplante Arealentwicklung entspricht laut Mitteilung dem Richtplan der Stadt Bern für den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen, der sich in den nächsten 20 Jahren zu einem dichten Stadtzentrum entwickeln soll.

Hochhaus schafft Platz für Wohnraum

Das Areal sei optimal an den öffentlichen Verkehr angeschlossen und eigne sich dadurch sowohl für eine Wohn- als auch eine Bildungsnutzung, heisst es. Mit dem Hochhaus entstehe ausserdem Platz für Freiraum und zusätzlichen Wohnraum, der mit der bestehenden Überbauungsordnung nur beschränkt geschaffen werden könnte, schreibt die Marti Gesamtleistungen AG weiter.  

Ende Jahr soll gemäss Mitteilung ein Projektwettbewerb zur Entwicklung des Areals durchgeführt werden. Das Siegerprojekt soll anschliessend die Grundlage für eine neue Überbauungsordnung bilden, die dem Stimmvolk zur Abstimmung vorgelegt wird.

Grundstück seit Jahren unternutzt

Das Grundstück an der Freiburgstrasse 129–131 in Ausserholligen sei seit Jahren unternutzt, schreibt das Unternehmen weiter. Derzeit befindet sich auf dem Gelände eine Liegenschaft, bestehend aus zwei Haushälften mit unterschiedlichem Sanierungsbedarf. Der ursprünglich geplante Abbruch der Liegenschaft wurde gemäss Mitteilung «zugunsten von Zwischennutzungen» zurückgestellt.

Mit den ehemaligen Besetzern, respektive den Wohnkollektiven, seien befristete Verträge zum Wohngebrauch abgeschlossen worden. Marti hat das bereits eingereichte Abbruchgesuch entsprechend zurückgezogen. Am 17. August findet zudem eine Informations- und Partizipationsveranstaltung statt, an der die Nachbarschaft und die Quartierbevölkerung ihre Anliegen zur künftigen Arealentwicklung einbringen können. (mgt/pb)


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