Schutzprojekt in Alpthal soll Hochwasser schadlos ableiten
Der Bezirk Schwyz plant ein Hochwasserschutzprojekt für die vier Seitenbäche des Dorfes Alpthal. Die Stimmberechtigten entscheiden am 14. Juni über eine Ausgabenbewilligung von rund 4,64 Millionen Franken.
Quelle: Bezirk Schwyz
Bei starken Niederschlägen steigen die Seitenbäche Karlismatt, Mattlibach, Hochweidbach und Geissbergbach (im Bild) schnell an.
Da sich Bund, Kanton und Werkeigentümer am Projekt beteiligen, sollen für den Bezirk Nettokosten von rund 2,22 Millionen Franken entstehen, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung des Ressorts Umwelt hiess. Bei einem Ja sollen die Vorarbeiten Ende 2026 starten. Das Projekt könnte idealerweise bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Mit dem Vorhaben sollen Hochwasserereignisse im Siedlungsgebiet von Alpthal mit einer Wiederkehrperiode von 30 Jahren schadlos abgeleitet werden. Das jährliche Schadenspotenzial soll «wesentlich reduziert werden», hiess es weiter.
Vorgesehen sind Geschiebesammler, Schwemmholzrechen, Anpassungen von Durchlässen und Brücken, ökologische Aufwertungen der Gerinne sowie ein Überlastkorridor. Die betroffenen Grundstücke sollen im Besitz der heutigen Eigentümer bleiben.
Zu geringe Abflusskapazität
Der Bezirk hat das Hochwasserschutzprojekt gemeinsam mit der Gemeinde Alpthal und der Wuhrkorporation Alp entwickelt. Mit der Umsetzung des Projekts soll der Bezirk neu auch den Unterhalt des Unterlaufs des Mattlibachs und des Geissbergbachs übernehmen.
Das Dorf Alpthal ist seit Jahrzehnten immer wieder von Hochwasser betroffen. Bei starken Niederschlägen steigen die Seitenbäche Karlismatt, Mattlibach, Hochweidbach und Geissbergbach aufgrund ihrer geringen Abflusskapazität schnell an. (sda/pb)