SBB: Grünes Licht für Vierspur-Ausbau zwischen Zürich und Winterthur
Wichtiger Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes: Die hängigen Beschwerden gegen den Vierspur-Ausbau der SBB-Strecke zwischen Zürich und Winterthur wurden abgelehnt.
Quelle: SBB / Visualisierung: nightnurse images, Zürich
Portal des geplanten Brüttenertunnels, der das Herzstück des Vierspur-Ausbaus darstellt.
Die SBB wollen den chronisch überlasteten Bahnverkehr rund um Zürich ausbauen und die Strecke nach Winterthur auf durchgehend vier Gleise erweitern. Damit soll der heutige Kapazitätsengpass im Bahnnetz behoben werden.
Gegen das Grossprojekt wurden indes mehrere Beschwerdeverfahren beim Bundesverwaltungsgericht angestrengt, welche die Luzerner Richterinnen und Richter nun abgelehnt haben: Die SBB dürfen ihr riesiges Ausbauprojekt realisieren. Gemäss Bahn ist das Urteil rechtskräftig.
Quelle: SBB
Die Karte des Brüttenertunnels, der 8.3 Kilometer lang wird und auch eine einen Kilometer lange Abzweigung zum Flughafen beinhalten.
Herzstück Brüttenertunnel
Geplant im Rahmen des Ausbaus ist eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel, der rund 8,3 Kilometer lang wird und eine rund ein Kilometer lange Abzweigung Richtung Flughafen Zürich umfasst. Dau kommen der Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur-Töss sowie weitere Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur.
Die SBB werden nun das definitive Bauprogramm festlegen und die Anwohnerinnen und Anwohner über die Bauarbeiten informieren, die in Kürze mit Vorarbeiten beginnen und rund zehn Jahre dauern sollen. Die Kosten für das Projekt, finanziert aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes, betragen rund 3,3 Milliarden Franken. Die Inbetriebnahme des Angebots ist laut den SBB ab Mitte der 2030-Jahre möglich. (SDA/bk)