Repower storniert vorläufig Pläne für Kraftwerk Chlus
Repower hat die Einreichung der Baubewilligung für das Projekt des Wasserkraftwerks Chlus im Prättigau aktuell storniert. Dies gab der CEO von Repower, Roland Leuenberger, am Mittwochvormittag bekannt.
Quelle: Repower AG
Der Druckstollen (hellrot) soll das turbinierte Wasser aus dem bestehenden Kraftwerk Küblis aufnehmen und es zum neuen Kraftwerk Trimmis am Rhein führen.
Es gebe verschiedene Gründe, die zur Einstellung des Wasserkraftprojekts geführt haben, das zu den 16 Projekten von nationalem Interesse zählt. «Wir müssen die Investitionsbeiträge mit dem Bundesamt für Energie und die Beiträge für die neue Schwall-Sunk-Sanierung für das Kraftwerk Küblis klären», erklärte Roland Leuenberger, CEO von Repower, am Mittwochvormittag gegenüber Keystone-SDA.
Ausserdem gebe es offene Diskussionen mit dem Kanton Graubünden. «Da es sich bei Chlus um ein sommerlastiges Laufwasserkraftwerk handelt, sind wir mit dem Kanton in laufenden Gesprächen, wie Repower im Rahmen der Heimfallstrategie zu mehr Flexibilität und Speicher kommen kann», so Leuenberger weiter. Die 445 Millionen Franken teure Anlage muss daher noch auf ihre Realisierung warten.
Strom für 50'000 Vier-Personen-Haushalte
Mit dem Projekt «Chlus» sollen das turbinierte Wasser des bestehenden Kraftwerks Küblis, die in Küblis gefassten Abflüsse der Landquart sowie die Seitengewässer des Ariesch-, Furner- und Schranggabachs durch einen Druckstollen ins Industriegebit von Trimmis geleitet werden. Von dort wird das Wasser dann in den Rhein zurückgegeben.
Die installierte Gesamtleistung soll 62 Megawatt betragen, die jährliche Gesamtproduktion 237 Gigawattstunden. Damit würde das Kraftwerk den jährlichen Strombedarf von fast 50'000 Vier-Personen-Haushalten decken. (sda/mgt/pb)