11:10 BAUPROJEKTE

Rekurse verhindern Wasserstoffanlage der Axpo in Eglisau-Glattfelden

Teaserbild-Quelle: Axpo

Die Axpo hat vor dem Baurekursgericht des Kantons Zürich eine Niederlage erlitten. Anwohner hatten gegen die vom Energiekonzern geplante Wasserstoffproduktionsanlage in Eglisau-Glattfelden Rekurs eingelegt. Nun muss das Projekt gestoppt werden. 

Wasserkraftwerk Eglisau-Glattfelden

Quelle: Axpo

Das Wasserkraftwerk Eglisau-Glattfelden: Hier hätte die Wasserstoffproduktionsanlage gebaut werden sollen.

Die Wasserstoffproduktionsanlage hätte beim Wasserkraftwerk Eglisau-Glattfelden gebaut werden sollen. Für ihren Bau hätte dort jedoch ein bestehendes Gebäude des Kraftwerks ersetzt werden müssen, das ausserhalb der heutigen Bauzone steht. Die Axpo hatte deshalb für den Bau eine Ausnahmebewilligung beantragt, die von den Behörden gutgeheissen worden war. 

Erfolgreiche Rekurse gegen Projekt 

Nun müsse das Projekt aber gestoppt werden, wie der Energiekonzern am Montag mitteilte. Grund dafür sind die Rekurse dreier Privatpersonen am Baurekursgericht des Kantons Zürich gegen die von der Gemeinde Glattfelden und der Zürcher Baudirektion ausgestellte Baubewilligung. Das Gericht gab ihnen Recht. Wie die «Tamedia»-Zeitungen berichten, habe das Gericht keine «besonders wichtigen und objektiven Gründe» für die erstellte Ausnahmebewilligung festgestellt. 

Das öffentliche Interesse, Energie zu produzieren, sei vom Gericht weniger hoch gewichtet worden als die «Durchsetzung des fundamentalen Trennungsgrundsatzes», wonach solche Anlagen ins Siedlungsgebiet und nicht in die Landwirtschaftszone gehörten, heisst es in dem Medienbericht weiter. Zwar habe die Axpo argumentiert, dass verschiedene andere Standorte geprüft worden waren, das Gericht habe diese Abklärungen aber als zu wenig genau beurteilt. 

Axpo hält an Wasserstoff-Ausbau fest 

«Wir bedauern es sehr, dass wir wieder daran gehindert werden, noch mehr zur Dekarbonisierung der Schweiz beizutragen», wird  Guy Bühler, Leiter Wasserstoff bei Axpo, in der Mitteilung zitiert. Mit dem Entscheid, das Gesetz selbst im Falle einer umweltschonenden, im Einklang mit der Energiestrategie 2050 stehenden Anlage eng auszulegen, werde die Dekarbonisierung gehemmt. 

Die 2.5-Megawatt-Wasserstoffproduktionsanlage hätte nach Angaben der Axpo jährlich rund 350 Tonnen Wasserstoff produziert und damit über 1,5 Millionen Liter Diesel im Schwerverkehr eingespart. Trotz Projektstopp will der Energiekonzern an seinen Ausbauplänen im Bereich von Wasserstoff festhalten und weitere Projekte in der Schweiz realisieren. (awp sda/pb/mgt)


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