Referendum gegen Gesetz zu Flughafen Sitten gestartet
Die Walliser Grünen und ihre Verbündeten haben ein Referendum gegen das revidierte Gesetz über die Betreibergesellschaft des Flughafens Sitten lanciert. Bis zum 1. Juli müssen 3000 gültige Unterschriften eingereicht werden.
Quelle: Carsten Steger - Eigenes Werk, wikimedia, CC BY-SA 4.0
Blick auf den Flughafen Sitten: Die Walliser Grünen und ihre Verbündeten haben ein Referendum gegen das revidierte Gesetz über die Betreibergesellschaft des Flughafens lanciert.
Unterstützt wird das kantonale Referendum vom WWF Oberwallis/Unterwallis, vom Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) Wallis, der Partei der Arbeit (PdA), der SP Oberwallis sowie den Jungen Grünen Wallis.
Mit der Lancierung der Unterschriftensammlung wollten die Referendumsführer «der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich zu dieser Frage zu äussern», sagte der Grünen-Nationalrat Christophe Clivaz am Donnerstag vor den Medien.
«Unser Anliegen ist es nicht, den Flughafen zu schliessen, sondern seine kostspielige Erweiterung zu stoppen. Luftrettung, Wartung, Ausbildung sowie ein Innovationscluster rund um die Elektroluftfahrt können weitergeführt werden, ohne dass massive Investitionen notwendig sind, die von allen Walliser Steuerzahlern getragen werden müssen», fuhr er fort.
«Infrastruktur im Dienst der Superreichen»
Für die PdA handle es sich um «ein Projekt, das von allen finanziert wird, aber nur wenigen zugutekommt», sagte deren Vizepräsident Yves Niveaux. «Der Flughafen Sitten ist eine Infrastruktur im Dienst der Superreichen», ergänzte Julien Bagnoud von den Jungen Grünen Wallis.
«Im vergangenen Jahr wurden in Sitten 39'587 Passagiere per Flugzeug befördert – das entspricht durchschnittlich 108 Personen pro Tag. Demgegenüber nutzen täglich 26'600 Reisende den Zug in Visp», veranschaulichte Sebastian Werlen, Vizepräsident der SP Oberwallis. Das Referendum wird auch von der SP-Sektion Sitten unterstützt, nicht jedoch von der SP Unterwallis. (sda)