14:06 BAUPROJEKTE

Phänomena findet 2023 in Dietikon statt

Teaserbild-Quelle: Phänomena

Nachdem sie keinen Platz in Zürich erhalten hat, findet die Neuauflage der Phänomena im 2023 nun in Dietikon statt. Die interaktive, naturwissenschaftliche Schau soll im 2023 eine Million Besucher mit spannenden Bauten und interaktiven Exponaten in die Zürcher Vorortsgemeinde locken.

Phänomena im 1984

Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Vogt, Jules / Com_FC24-8000-0700 / CC BY-SA 4.0

Die Bauten der Phänomena im 1984 am Zürichhorn. Besonders eindrücklich war der Bambusturm (Mitte des Bildes).

Sie war legendär: die letzte Phänomena rund 37 Jahren am Zürichhorn, eine grossangelegte interaktive Schau über Naturphänomene mit spektakulären temporären Bauten. Sie hatte über eine Million Besucher angezogen und gastierte nach dem sie in Zürich zu Ende gegangen war unter anderem in Rotterdam, Südafrika und in der Nähe von Stuttgart. Nun ist im 2023 eine Neuauflage geplant, mit einem etwas angepassten Themenkreis. Klima, Biodiversität, künstliche Intelligenz, Gesellschaft, Energie, Mobilität und Digitalisierung sollen im Fokus stehen.

Ursprünglich hatten die Initianten vorgehabt, die Ausstellung ebenfalls in Zürich stattfinden zu lassen, und zwar auf der Allmend. Doch bei der Stadt hielt sich die Begeisterung offenbar in Grenzen: Das Ausstellungkonzept wurde als zu wenig zeitgemäss erachtet und das Nutzungskonzept des vorgesehenen Standorts passte gemäss Befund des Stadtrats ebenfalls nicht und war daher nicht bewilligungsfähig.

Deshalb wird die Ausstellung nun in Dietikon im Gebiet Niederfeld durchgeführt, eine der letzten grossen Freichflächen des Kantons Zürich. Die örtliche Regierung sei vom Projekt begeistert und werde der Phänomena den nötigen Support auf allen Ebenen bieten, teilt die Phänomena zum neuen Austragungsort mit.

Limmattalbahn erschliesst Phänomena

Die Ausstellung umfasst ein Gelände von fünf bis sieben Hektar, erschlossen wird sie mit der Limmattalbahn, deren zweite Bauetappe bis dahin fertig gestellt sein wird. Herzstück der Schau bilden imposante Bauten, die von verschiedenen Pavillons ergänzt werden.  Vorgesehen sind unter anderem ein Spielturm und eine "Brücke". Sie stammen beide vom Künstler Johannes Peter Staub, dessen Handschrift schon die letzte Phänomena getragen hat. - Wie es weiter in der Medienmitteilung heisst, soll die Grossveranstaltung „im Rahmen der heutigen, technischen Möglichkeiten“   ein Netto-Null Anlass werden.

Damit der Anlass definitiv stattfinden kann, muss die Finanzierung stimmen. Bei der Phänomena rechnet man mit 47 Millionen Franken Projektkosten. Davon erhoffen sich die Veranstalter rund ein Drittel (16 Mio.) von der öffentlichen Hand (Bundesgelder, Lotteriefonds Kanton Zürich und Kanton Aargau, Beiträge Städte und Gemeinden). Sponsoren und Stiftungen tragen weitere 15 Mio. bei. Den Rest will man über Eintritte und die Restauration vor Ort finanzieren. (mai)

Internettipps

  • Phänomena in Dietikon: https://www.phaenomena.ch/
  • Phänomena in Zürich: Die temporären Bauten der ersten Phämomena waren eindrücklich, allen voran der 20 Meter hohe, dreigeschossige Bambusturm des Künstlers Johannes Peter Staub. (Mehr über den Bau hier.)



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