11:01 BAUPROJEKTE

Phänomena 2022: Neuauflage der legendären Ausstellung

Teaserbild-Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Vogt, Jules / Com_FC24-8000-0700 / CC BY-SA 4.0

Die Phänomena vor mehr als 35 Jahren war legendär: Die Schau mit teils eindrücklichen temporären Bauten über Naturphänomene am Zürichhorn hatte über eine Million Besucher angezogen. Sie war derart erfolgreich, dass sie darauf in Rotterdam, Südafrika und in der Nähe von Stuttgart wiederholt wurde. Nun soll sie 2022 in Zürich neu aufgelegt werden.

Phänomena im 1984

Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Vogt, Jules / Com_FC24-8000-0700 / CC BY-SA 4.0

Die Bauten der Phänomena im 1984 am Zürichhorn. Besonders eindrücklich war der Bambusturm (Mitt des Bildes).

Nebst vielen interaktiven Exponaten waren die temporären Bauten damals zum Teil spektakulär, allen voran der 20 Meter hohe, dreigeschossige Bambusturm des Künstlers Johannes Peter Staub. (Mehr über den Bau hier.)

Nun ist mit der Phänomena 2022 eine Neuauflage der Schau geplant, im Fokus sollen dabei die Themen Natur, Klima, Physik, Astronomie, Optik und künstliche Intelligenz stehen. Dies ist die Idee des Zürcher Forums, des Trägervereins der Veranstaltung. Ziel des Vereins ist es, „kulturelle Aktivitäten zu fördern die die Menschen für den nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt sensibilisieren“. Der Hauptfokus liege dabei auf der Erlebnis basierten Bildung für Jung und Alt.

140 Meter lange Holzbrücke

Beteiligen wollen sich an der Ausstellung die ETH Lausanne, die Empa, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die Pädagogische Hochschule Zürich, die Stiftung Science et Cité Bern, die Fachhochschule Nordwestschweiz und das Öschger Center der Universität Bern.

Mit von der Partie soll auch 2022 Johannes Peter Staub sein, wie auf www.phaenomena.ch zu erfahren ist: Eine 140 Meter lange und 50 Meter hohe Holzbrücke nach dem Entwurf des Künstlers soll die Möglichkeiten des Holzbaus aufzeigen. Zudem ist ein Spielturm aus nachhaltigen Baumstämmen vorgesehen  – ebenfalls aus der Feder Staubs.

Film zur neuen Phänomena.

Finanzierung noch nicht gesichert

Der aufgeschaltete Zeitplan sieht Bau und Planung der Phänomena für 2021 vor. Errichtet soll die temporäre Ausstellungsstätte allerdings nicht mehr am Zürichsee, sondern auf der Allmend Brunau, beim Einkaufszentrum Sihlcity. Wie der „Tages-Anzeiger“ dieser Tage berichtete, ist bereits im November ein Baugesuch bei der Stadt eingereicht worden, auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung liege vor. Allerdings ist laut dem Artikel die Finanzierung noch nicht gesichert.

Die Projektkosten betragen 46 Millionen Franken, davon soll ein Drittel mittels Eintrittstickets finanziert werden und ein weiteres Drittel mit Hilfe von Sponsoren. Ob sich die Stadt Zürich beteiligt, dürfte sich demnächst zeigen. Kürzlich haben gemäss „Tages-Anzeiger“ der ehemalige SP-Präsident Marco Denoth und FDP-Präsident Severin Pflüger im Gemeinderat eine dringliche schriftliche Anfrage eingereicht, mit der sie vom Stadtrat Auskunft darüber verlangen ob und wie er die Phänomena unterstützen will. (mai)

Website zur Ausstellung: www.phaenomena.ch

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