Nidwalden: Regierung will Umfahrungsstrasse direkt zur A2 führen
Künftig soll das Zentrum von Stans mit einer Umfahrungsstrasse vom Verkehr entlastet werden. Die Strasse im Westen des Nidwaldner Hauptorts soll dabei direkt zur Autobahn führen. Wie der Regierungsrat mitteilt, beantragt er beim Landrat einen Planungskredit von 800'000 Franken. Gemäss heutiger Schätzung dürften Baukosten bei rund 40 Millionen Franken liegen.
Als Grund für die hohen Kosten nennt der Regierungsrat unter anderem die Unterquerung des Zentralbahn-Trassees. Im November 2024 hatte der Regierungsrat nach einem Variantenstudium erklärt, dass er die Variante über den Bitzi-Kreisel bevorzuge. Nun soll die Entlastungsstrasse über den Rotzloch-Kreisel und damit direkter zur Autobahn geführt werden.
Teurere Variante bietet bessere Anbindung an das Strassennetz
Diese Variante sei zwar etwas teurer und habe eine etwas kleinere Entlastungswirkung, heisst in der Medienmitteilung des Regierungsrats. Sie verspreche aber eine bessere Anbindung an das bestehende Strassennetz. Auch seien weniger Wohngebiete und Landwirtschaftsbetriebe betroffen. Stimmt der Landrat dem zu, wird ein Generelles Projekt ausgearbeitet. Auch der Richtplan soll dann entsprechend angepasst werden.Zudem soll die Umfahrungsstrasse Stans West Teil der 6. Generation des Agglomerationsprogramms werden.
Damit die Umfahrungsstrasse den erwarteten Nutzen erbringen kann, sind gemäss Communiqué flankierende Massnahmen nötig. Etwa Temporeduktionen und verkehrsberuhigende Elemente. Das Stimmvolk des Kantons Nidwalden wird frühestens 2029 über die Umfahrungsstrasse West abstimmen können. Mit einer Inbetriebnahme ist nicht vor 2035 zu rechnen. (sda/mai(