In Andelfingen ZH entstehen neue Brandschutz-Übungsanlagen
Im Ausbildungszentrum Andelfingen entstehen bis Mitte 2027 neue Übungsanlagen für den Brandschutz. Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich investiert rund 40 Millionen Franken in das Projekt. Am Dienstag wurde die Aufrichte gefeiert.
Quelle: GVZ
Mario Fehr, Sicherheitsdirektor und Verwaltungsratspräsident der GVZ, betonte an der Aufrichte am Dienstag die Wichtigkeit der Anlagen für den Bevölkerungsschutz.
Die neuen Anlagen im Ausbildungszentrum Andelfingen (AZA) ermöglichen Ausbildungen und Trainings unter realitätsnahen Bedingungen für Fachleute aus der Baubranche, Brandschutzbeauftragte, Feuerwehren oder GVZ-Schätzerinnen und -Schätzer, wie die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) am Mittwoch mitteilte.
Das neue siebenstöckige Gebäude mit zwei Untergeschossen verfügt über die komplette brandschutztechnische Einrichtung, die gängige Hochhäuser aufweisen. Etwa einen brandfallgesteuerten Feuerwehrlift, eine Rauchschutzdruckanlage sowie eine Sprinkler- und Brandmeldeanlage.
Die Ausbildungshalle bietet Feuerwehren einen witterungsgeschützten Übungsraum. Im darunterliegenden Brandkeller können sie in einem sicheren Umfeld Angriffs- und Löschtaktiken bei mehrgeschossigen Kellerbränden trainieren.
Nutzung auf 40 Jahre ausgelegt
Der Bau ist auf eine Nutzung von 40 Jahren ausgelegt. Die GVZ trägt die Gesamtverantwortung für das rund 40 Millionen Franken teure Bauprojekt und finanziert dieses aus den Brandschutzabgaben, wie es weiter heisst.
Das Ausbildungszentrum Andelfingen ist Eigentum des Kantons Zürich und wird von Zivilschutz, GVZ, Kantonspolizei sowie weiteren Organisationen für Ausbildungen genutzt. Einsatzkräfte können beispielsweise üben, wie sie ein Hochwasser bewältigen können. Es gibt einen 23 Meter hohen Turm, der mit 350'000 Litern Wasser gefüllt ist. Zwei Untergeschosse mit fünf Räumen können damit überflutet werden.
An der Aufrichte am Dienstag betonten Regierungsrat Mario Fehr, Verwaltungsratspräsident der GVZ, und GVZ-Direktor Lars Mülli vor rund 100 Teilnehmenden die Bedeutung der vielseitig nutzbaren Anlagen für den Zürcher Bevölkerungsschutz. «Die neuen Trainingshäuser sind eine Investition in den Bevölkerungsschutz», wurde Fehr in der Mitteilung zitiert. (sda/mgt/pb)