Bund will Flächen in Thun Nord für Armee und Verteidigung behalten
Der Bund will im Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord keine seiner Flächen für rein zivile Nutzungen abgeben. Das Land auf dem dortigen Waffenplatz soll weiterhin für die Armee und verteidigungsrelevante Industrien genutzt werden.
Quelle: VBS-DDPS
Der Waffenplatz Thun soll als Standort für Armee, verteidigungsrelevante Industrie und Innovation im Sinne eines «Defence Clusters» weiterentwickelt werden.
Der Bundesrat sehe vor, die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz «konsequent zu stärken», heisst es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) von Montag. Dafür müssten die erforderlichen militärischen Infrastrukturen und Flächen gesichert sein. Vertreter der Armee hätten die Stadt Thun bereits im August über diese Pläne informiert.
Der Waffenplatz in Thun sei für die militärische Ausbildung
und die Logistik von zentraler Bedeutung. Zugleich böten die betroffenen Flächen
im ESP Thun Nord laut VBS Potenzial für die Ansiedlung und Vernetzung von Industrie-
und Forschungspartnern, etwa im Bereich Drohnen, Robotik, Cyber oder neuen Technologien.
Standort Thun als «Defence Cluster»
Der Standort Thun soll vor diesem Hintergrund als «Defence
Cluster» weiterentwickelt und die Zusammenarbeit zwischen Armee, Industrie,
Forschung und Innovation stärken. Die Überlegungen erfolgen laut VBS unabhängig
von Projekten zum Fähigkeitsaufbau der Armee wie etwa dem geplanten Tech Hub
des Zentrums Unbemannte Systeme.
Das VBS und die Stadt Thun haben einen Dialog über die langfristige Entwicklung des Areals aufgenommen. In den kommenden zwölf bis 24 Monaten sollen Gespräche stattfinden, um die städtischen Interessen in die Planung einzubeziehen. Dabei sollen auch die Chancen für den lokalen Wirtschaftsstandort berücksichtigt werden. (sda/mgt/pb)