12:02 BAUPROJEKTE

Glattalbahn: Weg für Verlängerung geebnet

Teaserbild-Quelle: VBG / Tres Camenzind

Die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt des Zürcher Kantonsrats hat den Weg für die Verlängerung der Glattalbahn in Kloten geebnet: Die Mehrheit empfiehlt das Projekt zur Annahme. 

Glattalbahn

Quelle: VBG / Tres Camenzind

Die Verlängerung der Glattalbahn nach Kloten wird über eine halbe Milliarde Franken kosten.

Die Verlängerung der Glattalbahn ist weit mehr als ein reines ÖV-Projekt: Es umfasst die Verlängerung der Glattalbahn, den Bau einer zentralen Veloroute sowie Massnahmen für den Hochwasserschutz. Nun hat die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt dem Zürcher Kantonsrat beantragt, die erforderlichen Kredite für das Gesamtpaket freizugeben. Dies trotz Diskussionen über die Kosten der geplanten Velohauptverbindung.

Die Glattalbahn soll um rund 3,3 Kilometer vom Flughafen bis in das Industriegebiet Steinacker in Kloten verlängert werden. Dieser Punkt des Projekts ist weitgehend unbestritten, ebenso der dazugehörige Hochwasserschutz. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Gesamtpaket auf 543,4 Millionen Franken. Kostenteiler: 303,1 Millionen für die Verlängerung der Glattalbahn, 139,7 Millionen für den Hochwasserschutz und 100,6 Millionen Franken auf die Velohauptverbindung von Bassersdorf bis zum Flughafen. 

Visualisierung Verlängerung Glattalbahn Kloten Fussgänger

Quelle: Architron GmbH

So soll die fertige Verlängerung der Bahn dereinst aussehen.

Minderheit dagegen

Einer Minderheit der Kommission kritisierte das Projekt als überteuert und fordern den Regierungsrat mittels Rückweisungsantrags auf,  die Kosten zu senken. Sollte der Antrag scheitern, verlangt die Minderheit eine pauschale Kürzung der Veloweg-Kredite um 23 Millionen Franken.

Die Velohauptverbindung im Glattal ist nicht der erste Veloweg, der jüngst für politische Diskussionen sorgt. Kürzlich genehmigte der Kantonsrat bereits einen Zusatzkredit von 35 Millionen für den  Spurausbau des Velowegs zwischen Zürich und Winterthur. Grund für diesen Nachschlag war ein Rechenfehler der SBB. Statt der ursprünglich geplanten 73 Millionen Franken stiegen die Kosten für Velowege und eine Busspur auf 108 Millionen Franken. 

Um rund drei Kilometer soll das Tramgleis verlängert werden, wo sich heute noch die Wendeschlaufe der Glattalbahn befindet.

Quelle: zvg

Auch die Linienführung und die zusätzlichen Haltestellen sind bereits bis ins Detail geplant.

Wirtschaftliche Dynamik

 Hintergrund des Ausbaus ist die wirtschaftliche Dynamik der Region. Das Glattal hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Arbeitsplatzgebiet entwickelt. Seit dem Jahr 2008 ist die Zahl der Arbeitsstellen dort um 30 Prozent gestiegen – ein Zuwachs, der doppelt so hoch ausfällt wie das Wachstum der Wohnbevölkerung.

Besonders ausgeprägt ist diese Diskrepanz in der Stadt Kloten, wo die Nähe zum Flughafen als starker Magnet wirkt. Während in der Stadt rund 22 000 Menschen leben, gehen dort etwa 40 000 Personen ihrer Arbeit nach. Diese Differenz führt zu einem massiven Pendleraufkommen, das die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen bringt. (SDA/bk)

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