Einsprache zurückgezogen: In St. Moritz GR entsteht neuer Wohnraum
Die Gemeinde St. Moritz kann den Bau von 31 Wohnungen für Einheimische vorantreiben. Die Beschwerde gegen das Wohngebäude auf dem Areal Du Lac wurde gemäss einer Gemeindemitteilung zurückgezogen.
Quelle: zvg Gemeinde St. Moritz
Visualisierung: So soll sich das Wohnhaus auf dem Areal Du Lac in St. Moritz dereinst präsentieren.
Die Gemeinde reichte im Dezember 2024 das Bauvorhaben für das geplante Wohnhaus ein. Mit der Erweiterung der Einstellhalle des angrenzenden Alterszentrums wurden Ende 2024 bereits das Fundament und das Untergeschoss erstellt. Ziel sei es, dringend benötigten Wohnraum für Einheimische zu schaffen, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung von Montag.
Doch weitergebaut werden konnte bis heute nicht, da eine Einsprache gegen das Wohnprojekt einging. Die Gemeinde trieb die Projektbearbeitung dennoch voran. So wurden inzwischen Ausschreibungen für die Bauleistungen vorbereitet, Angebote geprüft und Vergaben unter Vorbehalt der rechtskräftigen Baubewilligung vorgenommen. Auch die Detailplanung für den Holzbau wurde weitergeführt.
Beschwerde zurückgezogen
«Im Rahmen des laufenden Verfahrens nahm der Gemeindevorstand Gespräche mit den Einsprechenden auf. Ziel war es, eine aussergerichtliche Lösung zu finden und die Realisierung des Projekts im 2026 wieder zu ermöglichen», schreibt die Gemeinde. Dies sei nun im Juni gelungen. Mit dem Rückzug der Beschwerde können die Bauprofile nun entfernt werden.
Damit sei der Weg frei, das Bewilligungsverfahren abzuschliessen und die Bauarbeiten vorzubereiten. Nach heutiger Planung sollen die Baumeisterarbeiten Ende August 2026 beginnen. Der Holzbau wird anschliessend über den Winter vorbereitet und im Frühling 2027 vor Ort aufgerichtet; danach folgen Fassadenarbeiten und Innenausbau.
Der Bezug der Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern ist für Frühling 2028 vorgesehen. Alle Wohnungen verfügen über einen gedeckten Balkon, der Wohnungsmix soll eine vielfältige Durchmischung fördern.
Wichtiges Projekt für Alterszentrum
Das Projekt ist gemäss Mitteilung auch für das angrenzende Alterszentrum bedeutsam: «Erschwinglicher Wohnraum in unmittelbarer Nähe kann dazu beitragen, die Rekrutierung von Personal im Pflegebereich zu erleichtern und den Standort langfristig zu stärken», teilt die Gemeinde mit.
Die Gemeinde will klare Vorgaben für die Vermietung machen. «Vorgesehen ist, dass die Grösse der Wohnungen in einem angemessenen Verhältnis zur Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner steht», heisst es weiter. Ebenfalls geprüft wird gemäss Mitteilung ein Modell, bei dem die Mieten unter Berücksichtigung von Einkommen, Belegungsdichte und Wohnungsgrösse festgelegt würden.
Die entsprechenden Grundlagen sollen im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Stiftung zur Förderung von gemeinnützigem Wohnraum erarbeitet werden. Die Stiftung befindet sich aktuell im Aufbau; die Besetzung der Stiftungsgremien ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen. (sda/mgt/pb)