Kraftwerk Tiefencastel GR soll mehr Schutz erhalten
Die Bündner Regierung hat ein Projekt zum Schutz des Kraftwerks Tiefencastel des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) vor Stein- und Blockschlägen genehmigt. Sie gewährt Beiträge in der Höhe von maximal 247'500 Franken.
Quelle: zvg
Das Kraftwerk Tiefencastel des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) wird besser vor Stein- und Blockschlägen geschützt.
Die Beiträge erfolgen im Rahmen der NFA-Programmvereinbarungen mit dem Bund in den Bereichen «Gravitative Naturgefahren Wald» und «Schutzbauten Wald». Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 570'000 Franken, wovon 330'000 Franken beitragsberechtigt sind.
Der Auslöser für das Schutzprojekt war laut einer Mitteilung der Bündner Regierung von Donnerstag ein Blockschlag im März 2021. Damals verursachten mehrere Kubikmeter Gestein erhebliche Schäden an der Fassade des Zentralgebäudes und an einer Leitung des Kraftwerks Tiefencastel. Daraufhin wurde ein Schutzprojekt ausgearbeitet.
Acht Meter hohe Schutznetze
Auf einer Länge von 60 Metern sind acht Meter hohe Schutznetze mit einer Energieaufnahmefähigkeit von 5000 Kilojoule geplant, eine sogenannte Schutznetzwerkreihe. «Sie schützt die gesamte Länge der Zentrale Ost und den Vorplatz gegen Sturzereignisse mit einer Wiederkehrperiode von 100 bis 300 Jahren», heisst es.
Von den geplanten Massnahmen erfüllt gemäss Mitteilung allerdings nur diese Schutznetzwerkreihe die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit. Die übrigen geprüften Massnahmen würden die Kriterien für eine Subventionierung durch Bund und Kanton nicht erfüllen und seien deshalb nicht beitragsberechtigt. (sda/pb/mgt)
Quelle: zvg
Auslöser für das Projekt ist ein Blockschlag von März 2021: Mehrere Kubikmeter Gestein verursachten damals erhebliche Schäden.