Holcim baut neues Besuchszentrum im Zementwerk Siggenthal
Das Zementwerk Siggental soll ein neues Besucherzentrum erhalten: Für den Bau wird ein alter Schopf genutzt, zudem kommen CPC-Platten zum Einsatz. Nachdem der Architekturwettbewerb entschieden ist, sollen die Bauarbeiten voraussichtlich 2027 aufgenommen werden.
Quelle: zvg
Für das neue Besucherzentrum wird die Struktur des vorhandenen Schopfs genutzt.
Pro Jahr werden im Zementwerk Siggenthal in Würenlingen AG über 900'000 Tonnen Zement produziert. Seinen Anfang nahm die Anlage 1912, heute ist sie eines der grössten Zementwerke der Schweiz. Nun soll es ein neues Besucherzentrum erhalten oder vielmehr eine neue «Besucherwerkstatt» und damit das Zementwerk für die Nachbarschaft, für Schulklassen und Fachleute «noch weiter öffnen».
Das Projekt dazu stammt aus der Feder der Arbeitsgemeinschaft der Architekten Timothy Allen, Ronan Crippa und Julian Meier, das Ausstellungsdesign liefert die Zürcher Agentur Aroma: Mit dem Vorschlag «Holcim Lab» konnten sie sich im offenen Wettbewerb gegen 31 Konkurrenten durchsetzen. Das Projekt überzeuge insbesondere durch seine stimmige Einbettung in das industrielle Umfeld des Werks, heisst es in der Medienmitteilung von Holcim. Ausgehend von der bestehenden Struktur des ehemaligen Schopfs und der charakteristischen Silolandschaft biete das «Holcim Lab» ein klares Raumkonzept mit hoher Aufenthaltsqualität und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten.
Energiesparen mit der Abwärme bestehender Anlagen
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Blich aus den Besucherzentrum auf das Werkareal.
Bei dem Neubau ist zirkuläres und effizientes Bauen nicht nur in den Ausstellungsbereichen ein Thema, sondern auch in der Architektur erlebbar: Wie Holcim schreibt, wird die bestehende Struktur des Schopf weiter genutzt, und auf diese graue Energie eingespart. Des Weiteren ist vorgesehen, im Neubau Decken und Dach CPC-Elemente (Carbon Prestressed Concrete) verwendet werden, was laut dem Unternehmen für eine Materialeinsparung von rund 75 sorgt, da diese anstelle von Stahl über dünne Carbonlitzen verfügen. Zudem soll die Nutzung der Abwärme bestehender Anlagen auf dem Werksareal sorgen für einen geringeren Energieverbrauch sorgen.
Wie Holcim mitteilt, soll das Projekt nun zügig in die nächste Phase gehen und die Grundlagen für die Umsetzung schaffen. Sind alle Genehmigungen da, können die Bauarbeiten 2027 starten. (mai/mgt)