Eine Stahlkuppel, die sich mit der Sonne bewegt
Ein Sonnenschutz, der mitwandert: Auf einem Forschungscampus in Oxford dreht sich eine 80 Tonnen schwere Stahlstruktur im Einklang mit der Sonne um eine Glaskuppel – und spendet dem Raum darunter Schatten.
Quelle: Peter Landers Photography
Der Dome setzt sich aus einer inneren, verglasten Brettschichtholzkuppel sowie einer äusseren, 80 Tonnen schweren Stahlstruktur zusammen.
Mit dem Ellison Institute of Technology entsteht in Oxford derzeit ein vom Architekturbüro Foster + Partners entworfener Forschungscampus für unter anderem Gesundheit, Medizinwissenschaft, Ernährungssicherheit, Klimawandel sowie künstliche Intelligenz und Robotik. Die Kosten für das Grossprojekt belaufen sich auf über eine Milliarde Pfund. Die Eröffnung ist für 2027 geplant.
Der Campus verteilt sich auf zwei Areale, die ein rund 250 Meter langer, erhöhter Holzsteg verbindet: das historische «Littlemore House», das unter anderem zu einer Bibliothek umgebaut wurde, und einen Neubau im Oxford Science Park. Dieser steht wegen des angrenzenden Bachs Littlemore Brook auf Stelzen und trägt auf dem Dach eine markante Kuppel aus Holz, Glas und Stahl.
Stahlkonstruktion richtet sich nach Sonne
Der «Observatory Dome» mit einem Durchmesser von 20 Metern befindet sich in der obersten Etage des Neubaus und dient als multifunktionaler Raum für den Austausch, Vorträge und Veranstaltungen, heisst es in einer Pressemitteilung des deutschen Fassadenbauers Seele. Das Unternehmen ist für die Planung, Fertigung und Montage mehrerer Stahl-Glas-Konstruktionen innerhalb des Forschungscampus verantwortlich.
Der Dome setzt sich aus einer inneren, verglasten Brettschichtholzkuppel sowie einer äusseren, 80 Tonnen schweren Stahlstruktur zusammen. Letztere dreht sich mithilfe von vier Motoren um die innere Glaskuppel und folgt so dem Sonnenstand. Die Kuppel war über mehrere Monate von einer Schutzmembran umschlossen, um sie vor der Witterung zu schützen – und wurde in diesen Tagen enthüllt. (mgt/pb)
Quelle: Peter Landers Photography
Die rotierende Stahlstruktur der Kuppel bewegt sich um die innere Glaskuppel und sorgt für eine dynamische Verschattung.
Quelle: Peter Landers Photography
Die filigrane Holzstruktur des Domes.
Quelle: Peter Landers Photography
Der Blick von oben lässt die komplexe Geometrie und das Zusammenspiel von Stahl, Glas und Holz erkennen.
Quelle: Peter Landers Photography
Die Kuppel war über mehrere Monate von einer Schutzmembran umschlossen, um sie vor der Witterung zu schützen.