11:06 BAUPROJEKTE

Diese Projekte beschäftigen den Kanton Bern 2021

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In der Stadt Biel ist ein Erweiterungsbau der denkmalgeschützten Primarschule Champagne geplant. Derweil schreitet in der Stadt Bern das Projekt für den Neubau der Festhalle voran und in Burgdorf wird der Bildungscampus der Technischen Fachschule umgestaltet.

Visualisierung Neubau Jakob AG

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Visualisierung: Neubau Jakob AG.

Jakob AG erweitert ihren Gebäudepark

Trubschachen – Nach dem Abschluss des Neubaus am traditionellen Stammsitz erweitert die Jakob AG, die unter dem Markennamen Jakob Rope Systems auftritt, den Gebäudepark um einen Büro- und Fabrikationsteil. Die Herstellerin von Drahtseilen und Edelstahlnetzen, die auch in der Architektur Verwendung finden, muss Platz schaffen, um die vor Jahren übernommene Habegger Maschinenfabrik AG vollständig in den Bereich Seil- und Hebetechnik zu integrieren. Baubeginn für die Erweiterung nach Plänen des Architekturbüros Rollimarchini war dieses Frühjahr. Nach der Fertigstellung im nächsten Jahr wird die Produktion der Habegger-Seilzüge von Thun ins Emmental umziehen. Mit der Integration erlischt der Name der traditionsreichen Firma, die auch im Seilbahnbau tätig war. Für die bauliche Erweiterung investiert der international tätige Konzern acht Millionen Franken.

www.jakob.com

Visualisierung Schulhaus Champagne Biel

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Visualisierung: Schulhaus Champagne Biel.

Primarschule Champagne in Beil erhält Erweiterungsbau

Biel – Die Stadt benötigt mehr Schulraum, denn innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Zahl der Klassen um 45 erhöht. Geplant ist daher ein Erweiterungsbau der Primarschule Champagne, die als Denkmalobjekt klassifiziert ist. Die grössere Schulanlage ist städtebaulich wichtig für die Entwicklung der Gegend. Mit dem Bau verkürzen sich die Schulwege, sodass das Quartier auch für Familien attraktiver wird. Der Standort Champagne soll künftig bis zu 520 Kinder aufnehmen können. Den Wettbewerb für den Bau des Schulgebäudes hat das Architekturbüros Topotek 1 mit dem Projekt «Belvedere» gewonnen. Bis zum Sommer dieses Jahres soll der definitive Kostenvoranschlag für das Projekt stehen, wobei nach vorläufigen Schätzungen mit Investitionen von 49 Millionen Franken gerechnet wird. Voraussichtlich im nächsten Jahr wird das Projekt zur Abstimmung gelangen. Der Baustart ist dann für Sommer 2023 vorgesehen.

www.biel-bienne.ch 

Visualisierung Überbauung Burgernziel Bern

Quelle: zvg

Visualisierung: Überbauung Burgernziel Bern.

Ehemaliges Tramdepot in Bern: Läbe im Burgereziel

Bern – Das Gelände des ehemaligen Tramdepots wird momentan im Einklang mit dem Stadtentwicklungskonzept nach dem Minergie-Eco-Standard in eine Wohnzone transformiert. Solarpanels und Erdsonden des zertifizierten 2000-Watt-Areals ermöglichen eine nachhaltige Beheizung. Das Wohnbauprojekt «Läbe im Burgereziel» umfasst 101 Wohnungen, wovon ein Drittel als gemeinnützig eingestuft ist. Eine Kindertagesstätte, eine Schule, ein Restaurant und Läden werden die Überbauung zusätzlich aufwerten. Entwickelt hat das Areal die Losinger Marazzi AG, welche als Totalunternehmerin die Pläne der DS Architekten AG umsetzt. Die Bauherrschaft liegt bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) und der Wohnbaugenossenschaft Acht Bern (wbg8), die zusammen 70 Millionen Franken investieren. Geplant ist die Fertigstellung im November 2022.

www.laebeimburgereziel.ch

Visualisierung Plusenergiequartier Ittigen

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Visualisierung: Plusenergiequartier Ittigen.

Projekt Aarerain: Plusenergie-Quartier an der Aare

Ittigen – Das Projekt «Aarerain» wird in der Gemeinde Ittigen nahe der Hauptstadt als eines der ersten Plusenergie-Quartiere der Schweiz realisiert. Im Jahresverlauf wird die Siedlung nach gewichteten Kriterien mehr Energie produzieren als sie verbraucht. Ermöglichen soll dies der konsequente Einsatz von Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden der sechs- bis achtstöckigen Gebäude. Über ein intelligentes Stromnetz lässt sich der Energieverbrauch bedarfsgerecht steuern. Losinger Marazzi entwickelt im Auftrag der CPV / CAP Pensionskasse Coop das von der Fischer Architekten AG entworfene Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Die CPV/CAP investiert als Grundeigentümerin zwischen 70 und 80 Millionen Franken in die Überbauung mit 189 Mietwohnungen. Geplant ist der Baustart 2022, die Fertigstellung 2024 / 2025.

www.plusenergiequartier.ch

Visualisierung Neubau für die Technische Fachschule Bern

Quelle: zvg

Visualisierung: Neubau für die Technische Fachschule (TF) Bern.

Zwei neue Gebäude für Bildungscampus der Technischen Fachschule

Burgdorf – Der Bildungscampus wird in diesem Jahrzehnt umfassend umgestaltet. Geplant sind ein Neubau für die Technische Fachschule (TF) Bern und ein Erweiterungsbau für das Gymnasium. Dabei sollen die Gebäude in die denkmalgeschützte Struktur des Quartiers eingepasst und historische Grünräume weitgehend erhalten werden. Der Komplex umfasst drei parallel zueinander versetzt angeordnete Gebäudeteile mit Werk-hallen. Mensa, Aula und Turnhalle werden gemeinsam mit dem Gymnasium genutzt. Holz ist das vorherrschende Material des Gebäudes nach Plänen des Gesamtplanerteams MAK Architecture AG und der Kolb Landschaftsarchitektur GmbH. Für die Erweiterung des Gymnasiums Burgdorf wird das Projekt «Phönix» der KNTXT Architekten GmbH und von Bernhard Zingler Landscape Projects realisiert. Nach aktuellem Planungsstand wird mit Kosten von insgesamt 196 Millionen Franken gerechnet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2026 beginnen, der Bezug könnte frühestens 2029 erfolgen.

www.be.ch

Visualisierung Festhalle Bern

Quelle: zvg

Visualisierung: Festhalle Bern.

Neue Festhalle auf dem Ausstellungsgelände in Bern

Bern – In der Stadt sollen wieder das ganze Jahr über und bei jedem Wetter Grossveranstaltungen stattfinden können. Anfang März genehmigte die Stadtbevölkerung einer Änderung der Überbauungsordnung, die für den Neubau der Festhalle und die Erweiterung des unterirdischen Parkhauses erforderlich ist, sowie einem Beitrag von 15 Millionen Franken an die Bernexpo-Tochtergesellschaft Messepark Bern AG. Die gleiche Summe steuert der Kanton bei. Investiert werden gesamthaft 95 Millionen Franken. Der Neubau umfasst eine grosse Halle mit 9000 Stehplätzen sowie einen Saal mit rund 1000 Sitzplätzen, die alte Festhalle wird abgerissen. Die unter der Federführung des Architekturbüros Matti Ragaz Hitz AG sowie der IAAG Architekten AG konzipierte Halle soll 2024 fertiggestellt sein. Bei Vorliegen der definitiven Baubewilligung wird der Baustart nach aktuellem Planungsstand im ersten Quartal 2022 erfolgen.

neuefesthalle.ch

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