Luzerner Neustadt: Raum für bis zu 145 gemeinnützige Wohnungen
Im Dreieck von Kleinmatt- und Bireggstrasse in der Luzerner Neustadt sollen bis zu 145 gemeinnützige Wohnungen entstehen. Das zeigt ein Zielbild, das im Rahmen eines Dialogverfahrens zur Gebietsentwicklung erarbeitet wurde.
Quelle: Marina Jung
Übersichtsgrafik zur Gebietsentwicklung im Dreieck von Kleinmatt- und Bireggstrasse in der Luzerner Neustadt.
Der Wohnraum soll am heutigen Standort der Feuerwehr entstehen, wie die Stadt am Freitag in einer Mitteilung festhielt. Gebäude mit einer Höhe von bis zu 23 Metern sind möglich. Auch die See-Energiezentrale soll dort angesiedelt werden, grösstenteils unterirdisch. Überdies sollen Gewerbe sowie Kultur- und Quartierangebote einziehen. Die Neugestaltung des Areals wird möglich, weil die Feuerwehr auf das nahe gelegene EWL-Areal umziehen wird. Gemäss der Website der Feuerwehr soll sie 2032 zügeln können.
Gegenüber der heutigen Feuerwehrzentrale liegt das ehemalige Hallenbad, wo seit 2013 die Zwischennutzung «Neubad» besteht. Dort finden jährlich rund 300 Kulturveranstaltungen statt. Laut Mitteilung soll das Neubad «als öffentliches Haus weiter gestärkt werden». Neben einer Sanierung will die Stadt dafür auch eine bauliche Erweiterung prüfen. Bislang bestand für die Zwischennutzung ein Gebrauchsleihvertrag mit dem Betriebsverein, der aktuell bis 2030 läuft.
Bis zu 145 gemeinnützige Wohnungen
Das Dialogverfahren zeige, dass das Raumprogramm mit gemeinnützigem Wohnraum, Kultur- und Quartiernutzungen, Gewerbeflächen, einer See-Energiezentrale sowie etwa einem Kindergarten realisierbar sei. Damit könnten laut Stadt auf dem Areal insgesamt rund 130 bis 145 gemeinnützige Wohnungen sowie 5’000 bis 5’900 Quadratmeter Geschossflächen für Gewerbe, Gemeinschaft und Kultur geschaffen werden.
Das Areal soll offen, durchgrünt und lebendig gestaltet werden. Im Innern sind öffentliche Aussenräume wie der «Kleinmatt-Hof» und die «Feuerwehrpassage» sowie weitere Aufenthaltsbereiche und Grünflächen vorgesehen. Die heutige Kleinmatt- und die Eschenstrasse könnten gemäss Mitteilung teilweise aufgehoben und in Freiräume umgestaltet werden. Weiter sollen auf dem Freigleis, dem angrenzenden Velo- und Fussweg, unter anderem Begrünungen und Sitzgelegenheiten entstehen.
Als Nächstes wird der Stadtrat die Ergebnisse aus dem Dialogverfahren in einem Bericht und Antrag zuhanden des Stadtparlaments konkretisieren. Dieser soll bis Ende Jahr vorliegen. Auf dem Areal gibt es auch private Grundeigentümer, mit denen die Stadt in Kontakt stehe. Für die einzelnen Baufelder gebe es individuelle Zeitpläne und Entwicklungsprozesse. (sda/pb/mgt)