Bericht zum Ausbau des Schweizer Schienennetzes: Viertelstundetakt zwischen Zürich und Chur
Die Schweizer Bahnunternehmen haben letztes Jahr wichtige Meilensteine beim Schienennetzausbau erreicht. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Standbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV) hervor.
So konnte die SBB mit Dank dem Doppelspurausbau zwischen den Baselbieter Gemeinden Grellingen und Duggingen die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 pünktlich in Betrieb nehmen. Wie das BAV in der Medienmitteilung schreibt, ermöglicht dies einen dichteren Takt im Laufental. Daneben haben weitere Ausbauten im Raum Basel den Betrieb aufgenommen: Im Liestal wurde der Vierspurausbau abgeschlossen, damit verkehr die S-Bahn auf der Linie Basel-Liestal seit vergangenem Dezember nun im Viertelstundentakt.
In kürzeren Abständen können auch Züge auf der Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf SZ unterwegs sein. Und in der Ostschweiz nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb, welchtes einen durchgehenden Halbstundentakt der IC Zürich–Chur ermöglicht.
Das grösste Projekt des Ausbauprogramms ZEB ist die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne: Die SBB hat hier an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst, während sie im Bahnhof Fribourg die Umbauarbeiten abgeschlossen hat.
Weiter konnte das BAV die Plangenehmigung für den
Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus
Zürich–Winterthur. Für die Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen
führte die SBB die öffentliche Auflage durch.
Eisenbahnnetz weiterentwickeln, einzelne Projekte priorisieren
Der Bundesrat will das Bahnnetz schrittweise weiterentwickeln, will die Projekte aber wegen finanziellen Gründen neu priorisieren. Die Eckdaten dazu hat der Bundesrat am Ende Januar gestützt auf ein Gutachten der ETH Zürich sowie Analysen der zuständigen Bundesämter beschlossen.
Derzeit wird die Vernehmlassungsvorlage erarbeitet; Sie soll vor den Sommerferien verabschiedet werden. Wie das BAV schreibt, ist die Neupriorisierung im jährlichen Standbericht ist die Neupriorisierung noch nicht berücksichtigt.
Das BAV informiert alljährlich in einem
Standbericht über den Fortschritt beim Ausbau des Schienennetzes. Der
aktuelle Bericht bildet den Stand aller beschlossenen Ausbauprogramme
per 31. Dezember 2025 ab. (mgt/sda/mai)
Weitere Informationen zu den Ausbauprogrammen des Bundesamts für Verkehr auf www.bav.admin.ch