Die Stadt Zürich erhält noch eine Velovorzugsroute
Bis 2031 soll Zürich über ein 130 Kilometer langes Vorzugsrouten-Netz verfügen. Nun setzt die Stadt ab Mitte Februar zwischen dem Stauffacherquai und dem See einen weiteren Abschnitt um. - Bislang aber sind erst gut vier Kilometer realisiert.
Auf die Frage, ob die Stadt die Umsetzung dieser 130 Kilometer Vorzugsroute unterschätzt habe, sagte SP-Stadträtin Simone Brander diese Woche in einem Interview mit dem "Regionaljournal Zürich-Schaffhausen" von Radio SRF: "Ich wusste, dass es schwierig ist und es für die Umsetzung sehr viel Anstrengung braucht." Sie selber sei schon ungeduldig, weil erst gut vier Kilometer umgesetzt seien, sagte Brander. Weitere rund 20 Kilometer, die eigentlich bereit für die sofortige Umsetzung wären, seien auf dem Rechtsweg angefochten.
Velovorzugsrouten-Abschnitt zwischen Stauffacherstrasse und Kasernenstrasse bald fertig
Heute Freitag hat die Stadt nun bekannt gegeben, dass ab Februar das Velovorzugsroutennetz zwischen Stauffacherquai und See ergänzt werde. Es ist der erste Abschnitt der Velovorzugsroute "Bullingerplatz-See". Ab Herbst gelangen Velofahrerinnen und Velofahrer vom Stauffacherquai her über die Selnaustrasse, die Sihlamtsstrasse, die Flössergasse und die Tödistrasse "sicher und einfach" in Richtung See, wie die Stadt schreibt.
Bereits diesen Frühling fertiggestellt wird zudem der Velovorzugsrouten-Abschnitt zwischen Stauffacherstrasse und Kasernenstrasse. Er ist Teil der Velovorzugsroute "Altstetten-Hauptbahnhof". - Neben dem Ausbau der Vorzugsrouten plant die Stadt laut Mitteilung im laufenden Jahr weitere Massnahmen für den Veloverkehr. Unter anderem breite Velostreifen an der Hardstrasse oder einen abgetrennten Veloweg an der Manessenstrasse zwischen Manesseplatz und Sihlcity.
Veloverkehr profitiert von Vortrittsberechtigung und breiten Velostreifen
Im September 2020 hatten die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher der Volksinitiative "Sichere Velorouten für Zürich" zugestimmt. Damit wurde die Stadt beauftragt, in den nächsten Jahren ein sicheres und sichtbares Netz von Velovorzugsrouten durch die Quartiere zu erstellen. Auf der Vorzugsroute sollen Velofahrerinnen und Velofahrer von einer Vortrittsberechtigung, breiten Velostreifen, einer klar erkennbaren Markierung und Tempo 30 profitieren. (sda/mai)