CKW stoppt Geothermieprojekt in Inwil LU
Das Energieunternehmen CKW stoppt sein Geothermieprojekt in Inwil LU auf unbestimmte Zeit. Grund: Messungen im Untergrund, die das Bohrgebiet eingrenzen sollten, führten zu keinem klaren Ergebnis.
Quelle: CKW
Das Geothermieprojekt, das die CKW an diesem Standort in Inwil LU realisieren wollte, ist für unbestimmte Zeit gestoppt.
Östlich von St. Katharina, bei der Autobahn A14, will das Energieunternehmen CKW ein Geothermiekraftwerk realisieren. Beim Projektstart 2023 erläuterte die CKW, es gebe auf jenem Areal in 4000 Metern Tiefe eine Muschelkalkschicht, in der mit hoher Wahrscheinlichkeit genügend 140 Grad heisses Wasser für die Stromproduktion vorhanden ist.
Doch Messungen im Untergrund, die das zukünftige Bohrgebiet eingrenzen sollten, führten zu keinem klaren Ergebnis über die Situation im Untergrund. Deshalb ist das Projekt bis auf weiteres gestoppt.
Quelle: Keystone-sda
Geothermie-Bohrung: Die Untersuchungen des Standortes ergaben kein klares Bild des Untergrundes.
Gebiet nach wie vor «geeignet»
Das Gebiet beurteilt die CKW gemäss einer Medienmitteilung nach wie vor als «geeignet». Nach Ausbleiben eines eindeutigen Resultats wären nun aber weitere kostenintensive Untersuchungen des Untergrunds notwendig. Die Planung, das Bewilligungsverfahren und die Bauphase sollten ursprünglich rund sechs Jahre beanspruchen und 70 Millionen Franken kosten.
In den kommenden Jahren plant die CKW, den Verlauf anderer Geothermieprojekte in der Schweiz und im Ausland zu beobachten, die mit alternativen Technologien arbeiten. Man verspricht sich davon uns Erkenntnisse, auch für den Standort Inwil anwenden. Als solche alternativen Technologien nennt die CKW zwei, die weniger auf wasserführende Gesteinsschichten angewiesen sind. (SDA/bk)